Das britische Marktforschungsunternehmen Freeform Dynamics untersuchte im Auftrag von IBM die Erfahrungen bei der Migration von Windows zu Linux.
Die Befragten geben als Haupthindernis einer Linux-Migration die Angst der Endanwender vor Veränderung an – fehlende Treiber, verwirrende Distributionsvielfalt oder fehlender Support sind dagegen in dieser Befragung kein Hinderungsgrund mehr.
Aus einigen Ergebnissen leitet das Forschungsunternehmen außerdem ab, dass die Befragten mit dem Umstieg zu Linux weniger Schwierigkeiten hatten, als sie vorher erwarteten. Schließlich nehmen die durchschnittlichen Anwender eines Unternehmens Linux oft immer noch als Techie-Lösung wahr. Sie stellen aber gerade wegen ihrer pragmatischen und im Vergleich zu Spezialisten unkomplizierten Einstellung zu ihrem Arbeitsgerät eine erfolgversprechende Migrationsgruppe dar, im Gegensatz zu Spezial- oder “Power”-Anwendern, mobilen Mitarbeitern und Kreativen. Daher gelten Usability und Berücksichtigung der Arbeitsbedürfnisse von Mitarbeitern den Herausgebern als wichtigste Faktoren eines gelungenen Wechsels.
Die Studie mit dem Titel “Linux on the Desktop: Lessons from Mainstream business Adoption” ist von IBM finanziert und durchgeführt von dem britischen Marktforschungsunternehmen Freeform Dynamics. Die Ergebnisse sollen laut Freeform “Einsichten statt Empfehlungen” vermitteln. Die Studie ist also nicht repräsentativ oder verallgemeinerbar, sondern hat Fallstudiencharakter.
1275 Menschen nahmen an der Umfrage teil. Davon stammt ein Drittel aus Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitern, jeweils rund ein Viertel aus ganz kleinen (unter zehn) oder größeren Unternehmen (250 bis 5000), und ein knappes Fünftel aus Firmen mit über 5000 Köpfen. Von den Befragten hat außerdem die Hälfte die Rolle eines Anwenders inne (“Hands on”), ein Viertel als Manager und ein Sechstel als Berater. Die meisten (40 Prozent) stammen aus Großbritannien, dann auch aus Amerika (23 Prozent) und Resteuropa (19 Prozent). Der Rest der Welt ist zu den verbleibenden 18 Prozent zusammengefasst. Freeform Dynamics und IBM stellen die Studie als PDF zur freien Verwendung und Vervielfältigung zur Verfügung.





