Das kommerzielle Office-Paket des Nürnberger Entwicklers SoftMaker prüft die Grammatik zusätzlich mit dem prinzipiell quelloffenen LanguageTool. Allerdings gibt es dabei gleich mehrere Haken, von denen einer vor allem Unternehmen betrifft.
Anders als LibreOffice gibt es SoftMaker Office nicht umsonst, die Variante SoftMaker Office NX Universal sogar nur im Abonnement. Und nur genau die integriert ab sofort die Grammatikprüfung LanguageTool. Parallel weiterhin verfügbar bleibt der bereits enthaltene Duden Korrektor. Abonnenten bekommen folglich gleich zwei Grammatikprüfungen, die im Zusammenspiel mehr Stil- und Grammatikfehler aufspüren sollen. Darüber hinaus kann der Duden Korrektor nur deutsche Texte unter die Lupe nehmen, das LanguageTool jedoch auch noch viele andere Sprachen, wie Englisch und Französisch.
Das LanguageTool steht prinzipiell unter einer Open-Source-Lizenz, eine aufgebohrte Fassung mit KI-Funktionen ist allerdings nur als kommerzieller Cloud-Dienst zu haben. Genau den nutzt SoftMaker Office NX Universal, wobei für die Anwender des Büropakets keine weiteren Gebühren anfallen.
Sämtliche Texte wandern jedoch zur Grammatikprüfung auf die Server der LanguageTool-Entwickler. Denen müssen Anwender folglich vertrauen. Selbst in diesem Fall dürfte die Nutzung des LanguageTools insbesondere in Unternehmen datenschutzrechtliche Fragen aufwerfen. Ganz zu schweigen davon, dass unternehmensinterne Texte und persönliche Daten von Kunden durch das Internet wandern.





