Im Koalitionsvertrag setzt sich die Schwarz-Gelbe Regierung für den Einsatz von mehr Open-Source-Software ein. Wir haben den IT-Beauftragten der Bundesregierung gefragt, was das konkret bedeutet.
Der Koalitionsvertrag der Schwarz-Gelben Regierung enthält auch einen Passus zum Thema Open Source: “Die Informationstechnik des Bundes bedarf der Konzentration, Standardisierung und Effizienzsteigerung sowie Bündelung vorhandener Ressourcen.” heißt es dort. “Wir werden hierzu den Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik stärken. Wir prüfen, wie die IT des Bundes sich zukünftig an offenen Standards orientieren und dabei auch Open-Source-Lösungen berücksichtigen kann.”
Wir haben beim IT-Beauftragten der Bundesregierung angefragt, was der Passus denn konkret bedeutet. “Für eine Beschreibung konkreter Inhalte ist es derzeit noch zu früh”, schrieb uns die Sprecherin des Innenministeriums Daniela-Alexandra Pietsch zurück. Ein Schwerpunkt werde aber sicherlich die weitere Entwicklung eines XML-Standards zum Datenaustausch “innerhalb und mit der öffentlichen Verwaltung (XÖV-Standards)” sein.
Nur durch “den Einsatz offener und lizenzkostenfreier Standards [sei] die heutige und zukünftige hohe Komplexität der IT-Systeme zu bewältigen”, schrieb Frau Pietsch weiter. Ein Ergebnis dieser Bemühungen sei etwa XDOMEA ein XML-Format zum Austausch von elektronischen Dokumenten in der öffentlichen Verwaltung. Zudem solle durch einen zentralen IT-Planungsrat mehr Aufmerksamkeit auf die IT gelegt werden. Dieser Rat wird in der Lage sein, im nächsten Jahr IT-Interoperabilitäts und -Sicherheitsstandards zu beschließen.






“Für eine Beschreibung konkreter Inhalte ist es derzeit noch zu früh”
Das gilt doch für ALLE Punkte in diesem Kolaitionsprogramm, oder?
Entweder bekommt Schwarz-Geld die nächsten vier Jahre nichts auf die Reihe weil sämtliche Punkte inhaltslos bleiben oder es knallt in einem Jahr gewaltig, weil die Differenzen doch existieren.