Red Hat wegen Patentverletzung verklagt

Red Hat wegen Patentverletzung verklagt

Das in Massachusetts beheimatete Unternehmen FireStar Software Incorporation hat den Linux-Spezialisten Red hat wegen vermeintlicher Patentverletzungen verklagt. Das geht aus einer im Blog Patently-O veröffentlichten Klageschrift hervor. Betroffen von der Klage ist die Software Hibernate 3.0 der Firma JBoss. Red Hat hatte JBoss vor kurzem gekauft. Der Klageschrift zufolge vermutet FireStar eine Verletzung seines Patents (United States Patent 6,101,502), die Verbindung zwischen einer relationalen Datenbank und objektorientierten Anwendungen betreffend.

Laut der Klageschrift von FireStar wurde JBoss Ende Mai über die vermeintliche Patentverletzung informiert. Red Hat hatte JBoss nach eigenen Angaben am 5. Juni übernommen. Nur zwei Tage später schickte FireStar dem US-Distributor das nämliche Schreiben zur Patentverletzung ins Haus.

Von Red Hat gibt es zur Klage derzeit noch keine offizielle Stellungnahme. Patentgegner Florian Müller, der sich mit der Initiative nosoftwarepatents.com aktiv gegen die EU-Richtline für Softwarepatente eingesetzt hat, kommentierte die Klage in einem Blog-Eintrag: “Das FireStar-Patent ist für meine Begriffe ziemlich breit in seiner Wirkung, und wenn es Bestand hat, wird es auch andere Firmen betreffen. Auch wenn ich mich damit in Teilen der FOSS-Community (FOSS = Freie und Open-Source-Software) unbeliebt mache, habe ich stets die Position bezogen, dass FOSS-Projekte und -Produkte von Softwarepatenten besonders gefährdet sind. In diesem speziellen Fall scheint es aber eher ein Zufall zu sein, dass ein Open-Source-Programm im Mittelpunkt einer Patentklage steht.”

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