Der US-Distributor Red Hat hat ein Abkommen über den Kauf des Middleware-Anbieters JBoss unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine erste Zahlung von 350 Millionen US-Dollar vor. Darüberhinaus sind weitere Zahlungen von bis zu 70 Millionen US-Dollar möglich.
Letztere sind aber an das Erreichen bestimmter wirtschaftlicher Ziele geknüpft. Sprich: Macht Red Hat durch den Kauf Gewinne, bestimmt deren Höhe die erfolgsabhängige Zahlung. Nach Mitteilung von Red Hat fließt der Kaufpreis zu 40 Prozent in bar und zu 60 Prozent in Aktien an JBoss.
Durch die Übernahme, die zum Ende des ersten Geschäftsquartals (Mai 2006) abgeschlossen sein soll, verspricht sich Red Hat eine deutlich verbesserte Position im Markt der Service-oriented Architectures (SOA).
Mit der Kombination aus Betriebssystemen, Middleware und Services, will der Distributor ein Stück aus dem Applikation-Integration-Middleware-Kuchen ergattern, den Marktforscher Gartner für 2006 mit rund 6,4 Milliarden US-Dollar bewertet hat.




