Produktion des linuxbasierten Nokia N900 läuft

Produktion des linuxbasierten Nokia N900 läuft

Quelle: nokia.de

N900 vs. iPhone vs. Android

Jetzt ist es soweit. Laut Ari Jaaksi arbeiten die Fabriken auf Hochtouren und stellen linuxbasierte N900-Handys her. Diese setzen auf das linuxbasierte Maemo-5-Betriebssystem und konkurrieren mit dem iPhone und Android.

Wie Jaaksi in seinem Blog schreibt, hat die Auslieferung der bereits für Oktober angekündigten Geräte nun begonnen. Die Verzögerung kam zustande, weil man noch das Feedback der Teilnehmer des Maemo Summit berücksichtigt hat.

Das N900 beherrscht alle Standards, die iPhone und Android vorgeben, verfügt aber – im Gegensatz zum iPhone – neben einer virtuellen auch über eine eigene, ausklappbare Hardware-Tastatur. Man kann mit dem Handy auch telefonieren, doch der Fokus liegt auf seiner Internetfähigkeit. Auf Nokias Webseite findet sich eine sehr ausführliche Auflistung sämtlicher Features und Anwendungen, wir stellen hier nur eine Auswahl vor. Einen experimentellen KDE-Port auf das N900 gibt es übrigens auch schon.

Mit einem 600-MHz-Prozessor und einem Arbeitsspeicher von 1 GByte laufen aufwändigere Anwendungen flüssig auf dem Maemo. Die 32 GByte Speicherplatz und ein Slot für Mini-SD-Karten bieten genug Platz für zahlreiche weitere Anwendungen. Diese finden Nutzer zum Beispiel auf Maemo.org. Das Handy verfügt über einen Touchscreen mit einer Diagonale von 8,9 cm (3,5 Zoll) und einer Auflösung von 800×480 Pixel. Hinzu kommt die erwähnte ausklappbare Tastatur. Ganz im Linux-Desktop-Stil kann der Anwender vier Desktops-Ansichten verwenden und das Bild im Quer- und Hochformat betrachten.

Das Handy verfügt über eine 5 Megapixel-Kamera (JPG mit EXIF), nimmt Videos auf (unterstützte Codecs H.264, MPEG-4, Xvid, WMV, H.263 und beim Streaming H.264, MPEG-4, Xvid, WMV) und verfügt dabei gleich über zwei Kameras. Auf der Vorderseite gibt es eine VGA-Webcam, die “Hauptkamera” ermöglicht eine Breitbild-Videoaufzeichnung mit 800×480 Pixel. Das Handy setzt zur 3D-Grafikbeschleunigung auf OpenGL ES 2.0. Zu den unterstützten Audioformaten gehören MP3, WMA, AAC, M4A, WAV – leider kein Ogg. Das N900 liest dabei Id3-Tags und zeigt Albencover an.

Das N900 überträgt Daten wahlweise über GPRS, HSPA, EDGE, WCDMA, WLAN (802.11b/g-Standard mit WPA- und WPA2-Verschlüsselung) und über ein Datenmodem via USB. Es unterstützt Quadband-Mobiltelefon-Netze für GSM und UMTS und verfügt über einen automatischen Frequenzbandwechsel in GSM-Netzen. Nicht zuletzt verfügt das N900 über einen Bluetooth-Empfänger. Eine A-GPS-Unterstützung zur Navigation bringt das Handy ebenso mit wie OVI-Karten 3.0 mit vorinstallierten Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Wer will, kann das Gerät in Nokias Shop für 600 Euro vorbestellen. Sicherlich finden sich demnächst aber auch einige Mobilfunkanbieter, die das Gerät subventionieren.

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