Trotz des Versionssprungs sind die Neuerungen in der Distribution PorteuX äußerst übersichtlich: Neben aktualisierten Kernkomponenten gibt es kleinere Korrekturen. Die Entwickler wollen mit der Version 2.0 allerdings einen weiteren Schritt in Richtung Wayland gehen.
Die Fassungen mit Gnome und KDE Plasma nutzen bereits standardmäßig eine Wayland-Sitzung, die ebenfalls unterstützten Desktop-Umgebungen Cinnamon, LXQt und Xfce laufen hingegen noch unter X11. Für die Version 2.0 hat das PorteuX-Team daher einige kleine Umbauten durchgeführt. Unter anderem liegt der Wayland-Compositor „labwc“ in den Repositories. Die Mauszeiger aus der Adwaita-Sammlung sorgen zudem dafür, dass Cinnamon den Zeiger unter Wayland nicht verschluckt.
Dank der Änderungen können Anwender jetzt in der Current-Variante von PorteuX eine Wayland-Sitzung ausprobieren. Dazu genügt es, im Anmeldebildschirm auf Wayland umzuschalten. Die Wayland-Unterstützung in Cinnamon, LXQt und Xfce gilt allerdings noch explizit als experimentell. LXQt und Xfce nutzen zudem den erwähnten Compositor „labwc“, der in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox die Arbeit verweigert.
In allen Editionen bringt PorteuX 2.0 frische Software mit. Im Hintergrund arbeitet der Kernel 6.14, Gnome meldet sich in der Version 48.0 und KDE Plasma liegt in der Version 6.3.3 vor. Darüber hinaus gab es nur noch kleinere Änderungen. Steckt etwa im System ein Prozessor ohne SSE4-Befehlssatz, weist der Installationsassistent explizit seine Nutzer darauf hin, dass PorteuX nur auf solchen CPUs läuft.





