Petition über Open Source in der öffentlichen Verwaltung

Petition über Open Source in der öffentlichen Verwaltung

Die öffentliche Petition an den Bundestag ist ein neues Instrument als Teil des eGovernment, mit dem das Parlament eine Möglichkeit eröffnet, den Bürgerwillen zu äußern. Der Service wird im Rahmen eines Modellversuchs von International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.

Es wurde schon erfolgreich genutzt, um gegen die Einführung von Softwarepatenten zu stimmen. Zur Zeit laufen wieder zwei Petitionen, die für die Community vonInteresse sein könnten:

Der Chaos Computer Club hat eine Petition eingereicht, die die Benutzung von Wahlcomputern verbieten soll, da diese der Nachvollziehbarkeit und Offenheit der Stimmenauszählung entgegenstehen und damit auch der Demokratie, weilWahlbetrug nicht mehr nachweisbar ist.

Desweiteren wurde eine Petition eingereicht, die den verbreiten Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung fordert und die Unabhängigkeit von den Betriebssystemen aus dem Hause Microsoft, da dessen Monopol in Ämtern und Behörden die “Souveränität und Sicherheit der BRD” gefährden. Außerdem solle zur Schaffung von Arbeitsplätzen ein bundesweit einheitliches Betriebssystem entstehen. Der Verfasser spielt dabei wahrscheinlich auf ein Projekt ähnlich des Münchener LiMux an.

In beiden Fällen ist es möglich, mit seiner Meinung zur Diskussion beizutragen und natürlich seine Stimme abzugeben. Da dieser Service von seiner Bekanntheit abhängt, ist die Verbreitung durch Mundpropaganda natürlich ausdrücklich erwünscht.

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Joerg Schmidt
19 Jahre her

Die Petition gegen Wahlcomputer ist von einem Tobias Hahn eingereicht worden. Ist er Mitglied des CCC?

Unabhängig davon, wer diese Petition eingereicht hat, ist es ungemein wichtig auch einen entsprechenden Bekanntheitsgrad für diese Petition und auch für die Website zu erreichen. Nur dann funktioniert das Ganze.

Auf Heise Online wurde zu diesem Thema eine News veröffentlicht und hat einen enormen Anstieg an Mitzeichnern bewirkt. Daher sollte jeder der sich der Meinung gegen Wahlcomputer anschließt diese Petition in seinem Umkreis bekannt machen.

Schmiddi

Holger Jorra
19 Jahre her
Reply to  Joerg Schmidt

[Quote]Die Petition gegen Wahlcomputer ist von einem Tobias Hahn eingereicht
worden. Ist er Mitglied des CCC?[/Quote]

Bitte vergleiche dazu [1] und [2].
Darin wird zumindest das Anliegen des CCC in dieser Sache und die aktive
Unterstützung der Petition deutlich. Ob Tobias Hahn Mitglied ist, weiß ich
nicht, spielt aber irgenwie auch nicht die große Rolle.

[1] http://www.ccc.de/updates/2006/computerwahl-petition
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/79080

Julian Kranz
19 Jahre her

Ich finde vorallem die zweite Idee ziemlich gut und habe sie auch unterstützt.

Zu kritisieren ist meiner Meinung nach aber, dass der Text einige Grammatik/Rechtschreibfehler aufweist, was die seriösität etwas dämmt. Diese sollte man beseitigen.

Harald Milz
19 Jahre her

Die Open-Source-Petition ist, außer dass sie sprachlich unfreiwillig komisch wirkt, etwas missverständlich. Warum fordert der Petent “die Entwicklung eines eigenen Open Source Betriebssystems für Personal-Computer”? Was hat er gegen die freien BSDs oder Linux? Warum noch eines? Der Petent weiß auch nichts von Bundestux, oder? Der Deutsche Bundestag arbeitet seit über einem Jahr serverseitig produktiv auf Linux mit Samba/OpenLDAP für die Domänencontroller und File/Printserver. Viele Abgeordnete wissen um die Schwierigkeiten und Politika rund um dieses Projekt, und sie wissen damit, dass es ja auch noch Alternativen zu Windoze gibt. Die Argumentation hinkt an einer weiteren Stelle: Es hilft dem Petenten… Mehr »

Dieter Drewanz
19 Jahre her

So wie existierende Wahlcomputer gemacht sind, sind diese wirklich nicht sicher. Ein Vorteil, wäre wirklich nur dass man die Ergebnisse schneller hätte. Ein Wahlcomputer müßte einen Beleg ausdrucken, der allerdings noch traditionell gezählt werden müßte, um das Ergebnis zu verifizieren. Zuverlässigkeit und Wahlgeheimnis unter einen Hut zu bringen sind hier auch aufwendig. In allen Ländern, wo dies nicht zusätzlich parallel gemacht wird, dürfen alle Ergebnisse mit Recht angezweifel werden (damit wäre auch die Führungsrolle als Vorzeigedemokratie abzuerkennen). Opensource solle eigentlich viel mehr in öffentlichen Behörden verwendet werden. Von der kleinsten Gemeindeverwaltung bis zur Bundeswehr und anderen Sicherheitsdiensten sollte sich der… Mehr »

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