OpenVox: Erste Version des Puppet-Forks erhältlich

OpenVox: Erste Version des Puppet-Forks erhältlich

OpenVox 8.11

Im Dezember hat das Vox-Pupuli-Projekt einen Fork des beliebten Automatisierungswerkzeugs Puppet in Angriff genommen. Dessen erste Version steht ab sofort zum Download bereit. OpenVox 8.11 ist dabei vollständig kompatibel zu Puppet.

Administratoren können es somit als „Drop-In Replacement“ verwenden. Für Debian- und RedHat-basierte Distributionen stehen Repositories mit fertigen Paketen bereit. Es genügt daher, Puppet zu deinstallieren und dann OpenVox einzuspielen – weitere Handgriffe sind nicht notwendig.

In OpenVox 8.11 haben die Entwickler im Wesentlichen alle Marken und Hinweise auf Puppet entfernt und dann die Pakete neu gebaut. Das Team kann jedoch derzeit noch nicht ausschließen, dass dabei etwas schiefgegangen ist. In seiner Ankündigung weist es daher explizit darauf hin, dass OpenVox noch nicht derart gut durchgetestet ist, wie Puppet. Folglich sollte die Software noch nicht auf kritischen Systemen zum Einsatz kommen.

Auch zukünftig soll OpenVox mit Puppet kompatibel bleiben – solange dies möglich ist. Dennoch soll es ein paar Änderungen geben. So möchte das Team die Codebasis modernisieren und sich an den (An-)Forderungen der Community orientieren. Insbesondere stehen ältere Ruby- und Rubygems-Versionen auf der Abschussliste. Anders als der Puppet-Entwickler Perforce möchte das Vox-Pupuli-Projekt die Community aktiver einbinden.

Hinter OpenVox stehen zahlreiche ehemalige Puppet-Entwickler. Zunächst stellten sie lediglich Community-Pakete von Puppet bereit, nachdem Perforce diesen Service im Herbst eingestellt hatte. Als schließlich auch die eigentliche Entwicklung immer weiter hinter verschlossenen Türen stattfand, entschloss man sich im Dezember zu einem Fork. Puppet selbst existiert allerdings weiterhin in einer Open-Source-Fassung.

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