Früher als angekündigt hat das OpenOffice-Projekt Informationen zu den Sicherheitslücken veröffentlicht, die Anlass zu den jüngsten Updates der freien Bürosoftware gegeben hatten.
Das Softwareprojekt hatte Anwendern der Versionszweige 3und 2 dringend zu Updates geraten. Nähere Informationen über die Sicherheitslücken waren zunächst für den 11. September angekündigt, nun sind sie bereits verfügbar.
Die erste Lücke (CVE-2009-0200 respektive CVE-2009-0201) betrifft die Verarbeitung von Dateien im Format Windows Metafile (WMF). Manipulierte Dateien in diesem proprietären Grafikformat könnten Heap Overflows auslösen und unter Umständen die Ausführung von eingeschleustem Code mit den Berechtigungen des Office-Anwenders ermöglichen. Für die Entdeckung dieses Problems bedankt sich das OpenOffice-Team bei Dyon Balding von der Firma Secunia Research. Diese Lücke betrifft übrigens auch alle Versionen von OpenOffice 1.
Die zweite Lücke (CVE-2009-2414 beziehungsweise CVE-2009-2416) hat mit der Verarbeitung von XML-Dokumenten zu tun, und damit auch mit dem Open-Document-Format (ODF), dem hauseigenen Format der freien Office-Suite. Öffnet der Anwender ein speziell präpariertes XML-Dokument, wird unter Umständen Schadcode ausgeführt.
In beiden Fällen ist derzeit zwar kein funktionierender Exploit bekannt. Die sicherste Lösung lautet aber dennoch, eine aktualisierte Version der Software zu installieren, OpenOffice 3.1.1 oder 2.4.3





