Open Source lebt vom Mitmachen

Open Source lebt vom Mitmachen

Teilnahmepflicht

Nicht-Teilnahme am offenen Entwicklungsprozess hindert Unternehmen, mehr von Open Source zu profitieren. Das legen Ergebnisse des Unternehmens Black Duck Software nahe, das Gespräche mit leitenden Entwicklern geführt hat.

Code in Open-Source-Projekte zurückzugeben nennen die befragten Entwicklungsleiter aus 14 Unternehmen als häufige Herausforderung, weil es dafür keine Policy oder strategische Ausrichtung in ihren Firmen gibt. Daraus ergibt sich, dass ein Open-Source-Projekt für den Unternehmenseinsatz mit der Zeit an Zuverlässigkeit verliert, weil die eigenen Verbesserungen nicht in der Codebase enthalten sind. Dieser Sachverhalt wurde von den Befragten als Hinderungsgrund für den breiten Einsatz von Open-Source-Software in ihrem Unternehmen genannt.

Die Befragung hat das Unternehmen Black Duck Software nach eigenen Angaben mit den Entwicklungsleitern von 14 führenden Firmen aus verschiedenen Bereichen durchgeführt, darunter Halbleiterhersteller, Finanzdienstleister, Mobil-, Gesundheits- und Medienunternehmen. Die Ergebnisse müssen als nicht-repräsentative Stichprobe gelten, und sie gelten nur für Unternehmen, die als “Early Adopter” bereits Open-Source-Technologie im Unternehmen einsetzen.

Die Firma Black Duck Software, die sich programmatisch nach der amerikanischen Dunkelente benannt hat, hat ihren Hauptsitz in Massachusetts und weltweit acht Niederlassungen, eine davon in Frankfurt am Main. Sie berät Unternehmen beim Open-Source-Einsatz, programmiert entsprechende Tools und unterhält ein eigene kleine Knowledge-Base, in der sie zum Beispiel die aktuelle Verbreitung der Open-Source-Lizenzen dokumentiert.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
1 Kommentar
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Arthur
16 Jahre her

Es wird heutzutage als vollkommen selbstverständlich hingenommen, das man für jeden Furz eine extra Lizenzkey mit entsprechenden Kosten erwerben muss. Dann hat man die Software da liegt und zahlt zusätzlich noch mal für die Installation und Konfiguration. Wenn Fehler auftauchen, dann stellt sich der Dienstleister zusammen mit seinen Kunden hin und schimpft auf Microsoft und Co. Passieren tut da aber wenig. Neuerungen bei proprietärer Software bestimmt die Marketingabteilung und nicht der Kunde. Bei EDV-Problemen wird vieles als gottgegeben hingenommen und nur wenig hinterfragt. Der IT-Entscheider verlässt sich lieber auf die Marktführer, damit er hinter immer sagen kann: Für die Probleme… Mehr »

Nach oben