Hinter dem Begriff Guix verbirgt sich nicht nur eine Distribution des GNU-Projekts, sondern auch der darin eingesetzte Paketmanager. Beide haben die Entwickler jetzt in einer neuen Version freigegeben. Während der Paketmanager erweiterte Befehle bietet, unterstützt die Distribution auch POWER9-Systeme.
Letztgenanntes gilt aber noch als Technology Preview. Die Distribution bringt zudem zahlreiche Pakete auf einen neuen Stand, wobei die Versionsauswahl konservativ erfolgte. So gehören zum Kernsystem Glibc 2.31, GCC 10.3 und der Linux Libre-Kernel 5.11.15. Als Desktop-Umgebung kommt Xfce 4.16.0 zum Einsatz, um Büroaufgaben kümmert sich LibreOffice 6.4.7.2. Das Ocaml-Paket entsteht jetzt mit Camelboot komplett aus dem Quellcode. Zu den neuen Diensten an Bord zählen unter anderem Wireguard, Syncthing und IPFS.
Der Paketmanager Guix unterstützt das sogenannte Declarative Deployment. Dabei können Anwender alle benötigten Softwarepakete in einer Konfigurationsdatei ablegen und diese dann per „guix package –manifest=manifest.scm“ einlesen. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt unter anderem darin, dass man die Manifest-Datei in einem Versionssystem verwalten kann. Per „„guix package –export-manifest“ erzeugt der Paketmanager ein Manifest auf Basis eines existierenden Profils.
Der neue Parameter „–with-latest“ veranlasst Guix, die Operation auf die neueste Upstream-Version eines Paketes anzuwenden. Darüber hinaus haben die Entwickler das Referenzhandbuch komplett in Französisch, Deutsch und Spanisch übersetzt.
„guix import“ unterstützt Go-Programme und dessen Paketsystem besser. „guix refresh“ kennt neue „Updaters“, darunter Sourceforge. Unter anderem durch den Einsatz der Zstd-Komprimierung arbeitet der Paketmanager zudem flotter.
Alle weiteren Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.





