Nach drei Jahren: GNU Guix erreicht Version 1.5

Nach drei Jahren: GNU Guix erreicht Version 1.5

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GNU Guix 1.5

Sowohl die Linux-Distribution GNU Guix als auch der gleichnamige Paketmanager liegen in der Version 1.5.0 vor. Beide fassen alle in den letzten drei Jahren aufgelaufenen Änderungen zusammen.

Die sind recht eindrucksvoll: So steuerten 744 Helfer insgesamt 71.338 Änderungen bei. Während der letzten Monate optimierte das Team zudem ihre internen Entscheidungsprozesse, migrierte den Quellcode zum Anbieter Codeberg und startete eine immer noch laufende Spendenkampagne.

Darüber hinaus haben die Entwickler ein neues Release-Verfahren eingeführt, das jedes Jahr eine neue Guix-Version verspricht. Den Auftakt macht das jetzt veröffentlichte GNU Guix 1.5.0.

Paketmanager

Der Paketmanager Guix bekam vor allem neue Backends spendiert. So kann „guix graph“ jetzt mit GraphML und CycloneDX JSON umgehen. Folglich erzeugt Guix auf Wunsch eine komplette Software Bill of Material (SBOM) bis zum ersten beim Systemstart ausgeführten Binary.

Ebenfalls neue Backends erhielt „guix pack“, über die das Werkzeug RPM-Pakete und AppImage zusammenbauen kann. Sinnvoll ist das vor allem für Entwickler und Maintainer, die Guix-Pakete an Nutzer von anderen Distributionen weitergeben möchten.

Wer per „guix shell“ entsprechende Container errichtet, erhält zwei neue Parameter an die Hand: „–nesting“ macht Guix im Container nutzbar, während „–emulate-fhs“ die Ausführung von Programmen ermöglicht, die den Filesystem Hierarchy Standard (FHS) voraussetzen. Abschließend findet noch „guix locate“ heraus, in welchem Paket eine Datei steckt.

Der Guix-Deamon läuft mittlerweile auch ohne Root-Rechte. Das ist bereits der Fall, wenn man die Distribution GNU Guix 1.5.0 einspielt.

Distribution

Die entwickelt das Guix-Team auf Basis ihres Paketmanagers. Den Startvorgang steuert dabei GNU Shepherd 1.0, das jetzt unter anderem zeitgesteuerte Dienste (Timed Services) unterstützt. Guix unterstellt zudem die System-Logs und die regelmäßige Log Rotation an die entsprechenden neuen Dienste von Shepherd.

Die Distribution offeriert erstmals das (noch) aktuelle KDE Plasma 6.5, bei der Installation hilft der „plasma-desktop-service-type“. GNOME meldet sich in Version 46 und nutzt standardmäßig Wayland. Zur Installation stehen zudem 40 weitere Systemdienste, darunter Forgejo Runner, RabbitMQ, iwd, und dhcpcd. Programmierer erhalten unter anderem die GCC 15.2.0. Die „privileged-programs“ ersetzen die „setuid-programs“, unter der Haube läuft der Kernel Linux-libre 6.17.12.

Während der Guix-Paketmanager als Binary für die Architekturen x86_64, i686, armhf, aarch64, powerpc64le und riscv64 bereitsteht, unterstützt die Distribution nur x86_64, i686 und aarch64.

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