Nokia hat bei der Hausmesse Nokia Connect in Singapur mit dem N9 ein auf Meego basierendes Smartphone mit ARM-Prozessor angekündigt.
Daneben hat Nokia bei der Connect 2011 in Singapur drei neue Symbian-S40-Handys vorgestellt. Die kostenlosen Nokia-Maps sind ab sofort auch auf den kleineren S40-Geräten vorinstalliert, falls dort ein GPS-Empfänger zu den Features gehört, lässt Nokia wissen. Zudem hat Nokia-Chef Steve Elop verkündet, dass Nokia am Toolkit Qt festhalten werde und es zum Teil seiner ehrgeizigen “Next-Billion-Strategie” macht, die in der Kurzfassung den Verkauf der nächsten Milliarde Handys umfasst.
Zum N9 gibt es neben einer eigenen N9-Webseite auch ein Video. Bei den unvollständigen Spezifikationen fällt auf, dass Nokia auf dem mit Meego 1.2 (Codename Harmattan) keinen Intel-Chip einsetzt sondern einen ARM Cortex-A8 OMAP3630 mit 1 Ghz. Die Zusammenarbeit zwischen Nokia und Intel am Meego-System darf damit als endgültig beendet betrachtet werden, nachdem Nokia sich mit dem strategischen Wechsel auf die Windows Phone Plattform bereits vor einiger Zeit zurückgezogen hat.
Die bislang bekannt gegebenen Specs des komplett auf Touchscreen-Steuerung setzenden N9: Die Maße betragen bei 135 Gramm Gewicht 1165 mm x 61 mm bei 8 bis 12 mm Tiefe. Ein 3,9-Zoll AMOLED-Display zeigt eine Auflösung von 854×480 Pixel. 1024 MByte RAM und 16 GByte Speicher stehen zur Verfügung (aufrüstbar auf 64 GByte). Die 8-Megapixel-Kamera kann Videos in 720p mit 30 Frames pro Sekunde aufnehmen. Eine zweite Kamera dient der Videotelefonie. WLAN und NFC zählen unter anderem zu den Kommunikationsmöglichkeiten. Zur Marktreife sagt Nokia lediglich: “Later this year.”







Wollte Nokia nicht ausschließlich MS-Windows auf ihren Smatphones verwenden? Ob Intel- oder ARM-Architektur ist eigentlich egal – Hauptsache ist, dass das System komplett frei ist. Ein echt freies System müsste nur für die entsprechende CPU compiliert werden. Apps könnten im Quellcode, ähnlich wie bei PPAs vom Programmierer auf ein Portal geladen werden und dort für alle Architekturen compiliert werden. Dabei müsste der Quellcode nicht unbedingt veröffentlicht werden. Mit einem zentralen PPA-System könnte man auch sicherstellen, dass von Sicherheits- und System-Updates abhängige Apps automatisch neukompiliert werden. Somit könnte man das Android-Update-Problem lösen. Smartphone-Hersteller-System-Anpassungen könnten auf gleichem Weg zur Verfügung gestellt werden… Mehr »
Eigentlich betreibt Nokia mit MeeGo beim N9 Etikettenschwindel. Beim Betriebsystem handelt es sich um Maemo 6 alias Harmattan. Da sich darin bereits einige Komponenten von MeeGo befinden (Backports) verkauft man das Gerät nun als MeeGo-Device. Mit dem aktuellen MeeGo hat es aber sehr wenig gemeinsam. Daran erkennt man, “wie fest” Nokia an MeeGo geglaubt hat. Hinter verschlossenen Türen hat man sein eigenes Süppchen weitergekocht…
http://wiki.maemo.org/Task:Maemo_roadmap/Harmattan