Der Netzwurm mit dem Namen Ramen breitet sich derzeit über zwei Sicherheitslücken auf Servern aus, die unter Red Hat Linux Laufen. Auffällig viele Remote Procedure Calls deuten auf die Anwesenheit des Wurms hin. Dieser nutzt eine Schwäche im rpc.statd sowie im FTP-Programm wuftp aus.
Der Wurm ist nich im eigentlichen Sinne schädlich: Er tauscht auf Web-Servern die Startseite aus gegen eine auf der dann der Text: “RameN Crew–Hackers looooooooooooove noodles.” steht. Ausserderm scheint er die Sicherheitslücken zu schließen. Er installiert jedoch gleichzeitig ein sogenanntes Root-Kit, das die Spuren seiner Anwesenheit verwischen soll. Betroffen sind vor allem die Red Hat Versionen 6.2 und 7. Wer sich gegen die Angriffe schützen und für die Zukunft sichern möchte, kann zwei Patches einspielen, die auf der unten angegebenen Seit des Computer Emergency Response Teams bereitliegen.
[1] http://www.heise.de/newsticker/data/ju-17.01.01-000/
[2] http://www.cert.org/incident_notes/IN-2000-10.html
[3] http://www.securityfocus.com/




Ich finde, dass das eine ganz neue Stufe von Wuermern ist, wenn Sie schon aktiv Sicherheitsluecken zu stopfen scheint. Kann man den Wurm schon beseitigen? Im Artikel wird nur erwaehnt, dass man die Ansteckung durch die Patches vermeiden kann.
Was meinst Du mit entfernen ? Wahrscheinlich stopft er einfach nur die Loecher, vermehrt
sich und das wars dann. In M$-Kreisen koennte man sowas als automatischen
Servicepack-VerteilerUNDInstaller bezeichnen (Ich weisz was jetzt gleich kommt: Dann
reicht aber EIN Wurm nicht).
wenn ich den artikel so durchlese und es tatsächlich stimmen sollte, dass der wurm die sicherheitslöcher stopft bzw. behebt, wäre das doch eine interessante methode, “unfähige” admis zu umgehen und so das internet “sicherer” zu machen.
gäbe ja nicht all zu viel arbeit, bis auf das wurmzusammenstellen ;-)
klar werden jetzt manche sagen, das ist nicht mein bier, die sollen das selbermachen, aber:
why not ?
Ok, das mit dem Stopfen der Sicherheitslücken würde man bei MS als “Feature” bezeichnen und versuchen die Methode zu patentieren (natürlich würde man das ganze mit einem Supertollen Namen versehen). Es würde dann zum Standard von Windows gehören oder man macht einen Servicepack daraus.
Ich sehe aber jetzt auch die Gefahr, dass das ganze gross aufgeputscht wird, nach der Devise Linux von Wurm befallen – es ist auch nicht anders als MS.
Mir ist auch noch nicht ganz klar, ob das ein Problem im Code ist oder nur schlampige Administration. Vielleicht weiss es ja jemand in der Community.
CU D
ist die Ursache fuer den Wurmbefall, wie uns der erste Satz des Artikels von Andreas suggerieren moechte, sondern die Verwendung von rpc.statd! Der erste unten angegebene Link sagt deutlich, dass alle Systeme, die rpc.statd verwenden betroffen sind, z.B. auch Debian: *Linux* systems running the rpc.statd service! This affects noone else! Uebrigends tauchen in der Liste ueberhaupt nur 3 Linuxe auf, von denen nur Caldera (weil kein rpc.statd) nicht infiziert ist. Die beste Loesung scheint NetBSD gelungen zu sein, welches in den Versionen 1.4/1.5 – trotz rpc.statd – ebenfalls nicht infiziert ist: all calls to syslog() within rpc.statd take a constant… Mehr »
Danke für die Korrektur der unglücklichen Ausdrucksweise.
Andreas
Wer gern Naeheres ueber den “Wurm” erfahren moechte, kann z.B. eine ziemlich ausfuehrliche Beschreibung in einem Mail-Posting von Daniel Martin lesen.
[1] http://www.securityfocus.com/frames/?content=/templates/archive.pike%3Flist%3D75%26mid%3D156624
Sorry, habe mich oben vergessen einzuloggen: also Flame’n’Flowers an mich.