Linux-Multimediakonsole in dritter Generation

Linux-Multimediakonsole in dritter Generation

Mit dem GP2X-F200 bringt die Firma Gamepark Holdings das dritte Modell des auf Linux basierenden GP2X auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein mobiles Entertainmentsystem á la Playstation Portable oder Nintendo DS.

Der GP2X spielt Videos sowie Musik in verschiedenen Formaten ab und zeigt Bilder oder eBooks an. Mit dem neuen digitalen Steuerkreuz, vier Feuerknöpfen, zwei Schultertasten und vielen Spielen ist der Handheld ebenso eine Spielekonsole. Gegenüber dem Vorgängermodell rüstete der koreanische Hersteller das Gerät auch mit einem Touchscreen aus. Das 3,5-Zoll große Display kommt mit QVGA-Auflösung, also 320×240 Pixel.

Optional ist Zubehör erhältlich: Ein Cradle mit vier USB-Anschlüssen erlaubt die Verwendung von Festplatten, Mäusen, Tastaturen, Webcams oder WiFi-Sticks. Über das TV-Out-Kabel kann man den Handheld an den Fernseher anschließen. Zwar ist der GP2X nur mit einem internen Speicher von 64 MByte ausgestattet, aber der eingebaute SD-Karteneinschub erlaubt die Aufrüstung auf 4 GByte. Einen Lithium-Ionen-Akku sucht man vergebens, dennoch soll das Gerät mit 2 AA-Akkus ca. 3 Stunden bei aktiviertem Bildschirm und ca. 5-6 Stunden bei MP3-Wiedergabe laufen.

Neben den Multimediafähigkeiten ist es möglich, eigene Anwendungen oder Spiele für das Linux-Gerät zu entwickeln. Und das macht die Community unentwegt: Auf der Archivseite der deutschen GP2X-Website steht ein großer Fundus an kostenfreien Applikationen zur Verfügung. Die Bandbreite reicht dabei von Zeichenprogrammen, Emulatoren, Musikplayern, Mailprogrammen bis hin zu Entwicklertools.

Preislich gesehen schlägt das Gerät in der Basisversion mit ca. 170 Euro zu Buche. Das Spieler-Paket mit TV-Out-Kabel, SD-Speicherkarte, 3D-Aktionspiel, Ladegerät und Akkus gibt es für ca. 265 Euro.

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