Linux-Kernel reserviert das erste 1 MByte des Hauptspeichers

Linux-Kernel reserviert das erste 1 MByte des Hauptspeichers

Kampf um Ressourcen

Linus Torvalds hat eine Änderung durchgewunken, mit der Linux 5.13 automatisch die ersten 1 MByte Hauptspeicher reserviert. Dies soll verhindern, dass sich das BIOS und der Kernel um diesen Bereich streiten.

Laut dem Entwickler Mike Rapoport würde das BIOS auf einigen Systemen den Speicherinhalt der ersten 1 MByte zerstören. Die Reservierung verhindert, dass Linux selbst oder jemand anderes auf diesen Speicherbereich zugreifen kann.

Auch aktuelle Linux-Kernel reservieren schon den Anfang des Hauptspeichers, abhängig von der Konfiguration allerdings maximal 640 KByte. In einigen Situationen reicht das jedoch nicht mehr aus. Mike Rapoport nennt als Beispiel Systeme mit Intels Sandy Bridge Graphikchip. Die Reservierung von stets einem MByte vereinfacht und vereinheitlicht den Umgang mit dem betroffenen Speicherbereich.

Windows verwendet das gleiche Vorgehen, wie der Microsoft-Mitarbeiter Michael Kelley gegenüber den Linux-Entwicklern bestätigte.

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