Unter dem Codenamen „Bloody Large“ (etwa „verdammt groß“) kündigte Linus Torvalds gestern den ersten Release-Kandidaten des neuen Kernel 2.6.25 an. Der Kampfname hat seinen Grund: Laut Torvalds bringt der Kernel neben diversen Neuerungen auch zahlreiche Änderungen an grundlegenden Funktionen mit. Die Modifikationen betreffen etwa 1,4 Millionen Zeilen, die Diff-Datei umfasst allein 11MByte. Laut seinen Nachforschungen gehen die meisten Änderungen dabei auf das Konto von Architekturen und Treibern.
In seiner gestrigen Mail an die Kernel-Mailingliste erklärte Linus den Umfang der Bauarbeiten damit, dass sich während der Arbeit am Kernel 2.6.24 viele Dinge angestaut hätten, die jetzt Einzug in die neue Version fänden. Ein ausführliches Changelog gibt es hier, den Patch kann man auf Kernel.org herunterladen.
Konkret unterstützen nun die Grafiktreiber für Intels Karten nativ Suspend und Resume – auch ohne X-Support. Dieses Zeichen der Zeit helfe neben einigen Menschen auch seinem eigenen Laptop, merkte Torvalds an. Auch die Reihenfolge des Zugriffs auf Geräte beim generellen Suspend/Resume wurde geändert. Die Modifikationen betreffen auch Anwender, die keine Intel-Grafikkarten einsetzen. Nach der Vereinigung der Zweige für 32-Bit- und 64-Bit-Architekturen gab es diverse Aufräumarbeiten. Zudem bringt Kernel 2.6.25-rc1 Änderungen an den traditionellen IDE-Treibern und neue Treiber für e1000-Netzwerkkarten von Intel mit, die den PCI-Express-Port verwenden.




