Linus Torvalds hat Kernel 3.0 freigegeben und damit einen neuen Linux-Versionszweig eröffnet.
“So there it is. Gone are the 2.6.bignum days, and 3.0 is out”, teilt der Linux-Erfinder auf der Kernelmailingliste mit. Die 3er-Version musste einige Tage länger auf ihr Release warten als geplant. Ein Bug in der Auflösung von Dateipfaden hatte die ursprünglich für Montag geplante Veröffentlichung verzögert. Außer dem Versionssprung auf 3 bringt die Release hauptsächlich Treiber-Updates. Zudem sind unter anderem mit Wake on WLAN für den 802.11-Stack, Funktionserweiterungen für die Dateisystemen Ext4 und Btrfs (automatisches Defragmentieren über die Autodefrag Mount-Option) auch Neuerungen eingeflossen. Bei Kernelnewbies sind die Änderungen wie gewohnt detailliert zusammengefasst und erläutert. Das Changelog listet alle Änderungen auf.
Daneben ändert sich die Zählung für die stabilen Kernel: Während die Wartungsupdates früher etwa 2.6.38.1 hießen, ändert sich künftig bei der Pflege die dritte Stelle, beispielsweise auf 3.0.1. Auch einige Skripte und Hilfsprogramme der Kernel-Entwickler mussten an die neue Zählung angepasst werden.
Den Download gibt es bei Kernel.org. Das Linux-Magazin liefert in der kommenden Ausgabe 09/2011 einen technischen Einblick in den Kernel 3.0.




