Libinput 1.30 erlaubt Lua-Plugins

Libinput 1.30 erlaubt Lua-Plugins

Libinput 1.30

Die Behandlung von Eingabegeräten vereinfacht die Bibliothek Libinput. Ihre aktuelle überarbeitete Version 1.30 bringt vor allem eine große Neuerung mit: Über eigene Lua-Skripte darf man in die Ereignisbehandlung eingreifen.

Die Lua-Skripte klinken sich in die Kommunikation zwischen Kernel und Libinput ein. Konkret können sie die vom Kernel gesendeten Evdev-Ereignisse verändern oder aber in bestimmten Situationen passende Event Codes erzeugen. Die aus den Skripten bestehenden Plugins sitzen somit zwischen dem Kernel und der Libinput. Darüber hinaus dürfen sie einige Funktionen der Libinput gezielt deaktivieren.

Die Lua-Skripte sollen in erster Linie die von widerspenstigen oder sich merkwürdig verhaltenden Eingabegeräten ausgehenden Ereignisse für die Libinput aufbereiten. So lassen sich etwa Tasten mit ungewöhnlichem Entprellverhalten doch noch der Libinput schmackhaft machen. Für Entwickler hält der Quellcode im Unterverzeichnis „plugins“ mehrere Beispiele für Lua-Skripte bereit.

Das Plugin-System ist allerdings nicht die einzige Neuerung der Version 1.30, wenngleich die Änderungen überschaubar bleiben: Nutzer können schon länger ein Beschleunigungsprofil hinterlegen, mit dem sie das Beschleunigungsverhalten des Mauszeigers individuell einstellen dürfen. Die Libinput 1.30 kann ab sofort auch hochauflösende Scroll-Räder beschleunigen, wobei hierzu eine eigene Funktion zum Einsatz kommt.

Des Weiteren kann die Libinput 1.30 virtuelle Geräte einbinden, wie sie beispielsweise Uinput oder virtuellen Maschinen erstellen. Abschließend haben die Entwickler wieder Anpassungen und Workarounds für zahlreiche, aber nicht näher aufgelistete Eingabegeräte ergänzt.

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