Krita Foundation schließt das Jahr 2017 mit einem Verlust von rund 9.200 Euro

Krita Foundation schließt das Jahr 2017 mit einem Verlust von rund 9.200 Euro

Krita Foundation veröffentlicht Finanzbericht

Die Krita Foundation finanziert und koordiniert die Entwicklung des gleichnamigen Malprogramms. Die Organisation hat jetzt einen Einblick in die Einnahmen und Ausgaben des Jahres 2017 gegeben – mit keinem so guten Ergebnis.

Die Einnahmen sehen in der veröffentlichten Tabelle noch recht positiv aus: Zu rund 60.000 Euro Spenden kommen knapp 6.800 Euro aus Verkäufen und fast 3.000 Euro aus Steuerrückzahlungen.

Die Entwicklungskosten bilden den größten Posten unter den Ausgaben: Fast 44.000 Euro flossen in die Arbeit der Programmierer. Obwohl die übrigen Posten, wie Porto und Reisekosten, eher geringere Ausgaben verursachten, endete das Jahr dennoch mit einem Verlust.

Ein Grund sind steuerrechtliche Probleme: Die belgische Steuerbehörde hatte die Krita Foundation aufgrund ihrer Verkäufe teilweise als Unternehmen eingestuft, was wiederum zu Steuernachzahlungen führte. Dies erklärt, warum die Steuerzahlungen mit rund 15.000 Euro den zweitgrößten Posten bilden. Die Krita Foundation musste zudem die Verkäufe und alle kommerziellen Tätigkeiten auslagern. Eingesprungen ist die Firma des Entwicklers und Krita-Maintainers Boudewijn Rempt. Die im Finanzbericht genannten 6.800 Euro Einnahmen aus Verkäufen stammen noch aus dem ersten Halbjahr 2017 und somit der Zeit vor der Aufteilung.

Laut ihrem Blog-Post hat die Krita Foundation das Jahr nur dank zwei anonymer Spender überlebt. Ihre Zahlungen flossen allerdings direkt an die beiden Hauptentwickler, weshalb die Gelder nicht im Finanzbericht auftauchen. Boudewijn Rempt hat zudem eigene Ersparnisse geopfert, um weiter an Krita arbeiten zu können. Würde man diese Gelder noch im Finanzbericht berücksichtigen, wären die Ausgaben für die Entwicklung doppelt so hoch.

Abschließend gibt die Krita Foundation noch einen ersten Ausblick auf das Jahr 2018. Dieses habe recht gut begonnen. So würden die Verkäufe aus dem Windows Store dem Entwickler Boudewijn ermöglichen, in Vollzeit an Krita zu arbeiten. Die entsprechenden Gelder gingen direkt an die Boudewijn Rempt Software. Pro Monat erhielt die Krita Foundation zudem bislang rund 2.000 Euro Spenden. Dieses finanziert wiederum die Arbeit des zweiten Entwicklers Dmitry. Im September plant man zudem wieder eine Spendenkampagne.

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