Die Distribution HeliumOS arbeitet nach dem „Atomic“-Prinzip und basiert auf AlmaLinux. Die neue Version nutzt ab sofort Btrfs als Dateisystem und stellt auf die Zsh-Shell um. Darüber hinaus ist Docker standardmäßig an Bord.
Zsh-Nutzer haben die Wahl zwischen einer minimalen und einer „polierten“ Konfiguration. Der Installationsassistent verschlüsselt zudem auf Wunsch das Btrfs-Dateisystem via LUKS. Unter der Haube arbeitet der Linux-Kernel 6.12 aus AlmaLinux, der auch auf Systemen mit aktiviertem Secure Boot startet. Des Weiteren haben die Entwickler ihre noch mit der Bash geschriebenen Build-Skripte ausgemustert und durch Ansible ersetzt.
Neben dem normalen System stellt das HeliumOS-Team auch eine Edge Edition bereit. Dort kommt der neuere Kernel 6.14 von der CentOS Hyperscale SIG zum Einsatz. Der kennt zwar neuere Hardware, nutzt aber zur Unterstützung von Nvidia-Grafikkarten die NVIDIA DKMS-Pakete. Die wiederum verhindern die Nutzung von Secure Boot. In jedem Fall gilt die Edge Edition noch explizit als experimentell. Wer sie ausprobieren möchte, muss folglich noch mit einigen Stolperfallen und Problemen rechnen.
HeliumOS nutzt ein nur-lesbares Dateisystem, was die Sicherheit erhöht. Bei einer Aktualisierung kommt ein neues Basissystem auf den Rechner, auf das HeliumOS anschließend umschaltet. Auf diese Weise kann ein fehlgeschlagenes Update das System nicht zerstören. Die Aktualisierungen wandern dabei in Form von OCI-kompatiblen Containern durch das Internet. Anwendungen holt HeliumOS bevorzugt via Flatpak ab.
Mit den neuen HeliumOS Addons existiert ein noch experimentelles Projekt, das die Installation von Software gestattet, die nicht in Containern stecken. Es nutzt dazu das OverlayFS und kennt derzeit unter anderem VSCode, Neovim, Rustup und NodeJS/NPM.





