Mit einer neuen leistungsfähigen Chipgeneration will ATI im Einstiegs-Segment Nvidia das Leben schwer machen.
RV740 heißt die neue Chipgeneration, die quasi als Testballon für die kommende High-End-Generation RV870 gelten darf. Es ist durchaus ein Novum, eine neue Chipgeneration mit einem Einstiegsmodell einzuläuten, nicht zuletzt deswegen bezeichnet ATI den Radeon HD 4770 auch als “rezessionsfreundlich”. Rein technisch betrachtet handelt es sich hierbei nur um einen auf 40 Nanometer verkleinerten RV770-Chip (Radeon HD 48×0-Generation), bei dem AMD/ATI nicht ohne Stolz betont, dass ihr Fertigungspartner TSMC damit den ersten kommerziell erhältlichen 40-Nanometer-Chip hervorgebracht hat.
Da ATI den Takt des nur 128 Bit breiten Speicherinterfaces auf satte 1.6 GHz hochgeschraubt hat um auf ordentliche 51,2 GByte/s Speicherdurchsatz zu kommen sind jedoch unter dem Strich keine Stromeinsparungen zu erwarten. Immerhin kann die Radeon HD 4770 auf 512 MB GDDR5-RAM zurückgreifen, GDDR5 ist im Einstiegs-Segment bisher ein Novum. Mit 750 MHz GPU-Takt, 128 Unified Shader-Units und 16 Raster-Einheiten liefert der 826-Mio-Transistor-Chip 12 GPixel/s Füllrate (bzw. 24 Gigatexel Textur-Rate) und kann mit 960 GFLOPS fast doppelt soviel theoretische Rechenpower bieten wie der direkte Konkurrent im Einstiegs-Segment, Nvidias Geforce 9800 GT. Ob ATI diese theoretische Rechenpower dann auch auf “die Straße” bringen kann wird sich im Test mit unserer Benchmarksuite zeigen, bisher hat hier noch Konkurrent Nvidia nicht zuletzt dank ausgereifterer und leistungsfähigerer Treiber die Nase vorn, wie sie beispielsweise im aktuellen LinuxUser Heft 5/09 oder hier auf LinuxCommunity nachlesen können,
Der Chip ist ab sofort auf Grafikkarten von diversen Herstellern zum Preis von zirka 90 Euro im Handel erhältlich.





