Suchmaschinenbetreiber Google hat das Bildverwaltungsprogramm Picasa in einer Linux-Version veröffentlicht. Allerdings basiert die Linux-Ausgabe auf der Wine-Technologie [1] mittels der das Windows API unter Linux lauffähig wird. Ein natives Linux Picasa gibt es damit also nicht, nur eine über Wine angestöpselte Windows-Variante.
Laut Googles Ankündigung entspricht der Funktionsumfang von Picasa für Linux bis auf minimale Einschränkungen der Windows-Ausgabe. Dazu zählt, dass es nur eine englischsprachige Ausführung gibt. Außerdem ist das direkte Brennen von CDs nicht möglich. Mit dem Windows-Treiber, der von der für das Brennen zuständigen Bibliothek genutzt wird, kommt Winde nicht zurecht. Eine Liste von FAQs beantwortet zusätzliche Detailfragen [2].
Einmal installiert durchforstet Picasa den Rechner nach Bildern, listet sie auf und ermöglicht deren Verwaltung.
Google betont, dass die Wine-Entwicklung für die Linux-Version keine proprietären Anteile enthält, alle in Zusammenarbeit mit Codeweavers vorgenommenen Änderungen und Verbesserungen seien an das Wine-Projekt zurückgeflossen. Eine Liste dieser Patches hat Google zusammengetragen [3]. Den Download [4] von Picasa gibt es bei unter anderem als fertige Pakete für diverse Linux-Distributionen.
[1] http://www.winehq.org
[2] http://picasa.google.com/linux/faq.html
[3] http://code.google.com/wine.html
[4] http://picasa.google.com/linux/download.html





Hm, Google ist ja nin wirklich kein kleiner Fisch, es ist mir schlicht schleierhaft, wieso sie kein plattformübergreifendes Programm schreiben, sondern die WINE “Krücke” benutzen (nichts gegen WINE, aber es ist doch wohl eher immer eine Art Notlösung geblieben, denn ein zukunftweisendes Softwareintegrationsprojekt).
Und Google Earth? Dito.
[1] http://www.golem.de/0605/45548.html
Google hat Picasa schon vor einiger Zeit fertig zugekauft und in sein kostenloses Portfolio gesteckt. Mit der Wine-Krücke ist Google wohl den einfachen Weg gegangen. Sie stellen einen Adapter zur Verfügung und sparen sich die doppelte Entwicklung und Pflege.Und bis auf die Veröffentlichung der Wine-Patches bleibt alles auch beim alten proprietären Stand.
Und Google Earth? Dito.
Google Earth ist laut Chris DiBona von Google in der von dir angesprochenen Weise entwickelt worden und benutzt dafür Qt und OpenGL.
Welche Gründe die “Portierung” davon zurückhalten wäre reine Spekulation.
Gerade getestet, läuft ja doch gar nicht so schlecht, das Programm. Das Drucken funktioniert neben dem Brennen auch nicht und der Dateimanager von Inux wird nicht gefunden. Und im Vergleich zu digiKam? Picasa ist schick, kann aber nichts was digiKam mit Kipi Plugins nicht auch kann und dann noch so einiges weniger. Picasa ließ sich hier auf MEPIS schmerzfrei installieren und ausprobieren. digiKam + kipi Plugins kann neben der Photoverwaltung auch noch die Digitalkamera(s) auslesen, erstellt *.avi Diashows mit Ton, die Bildbearbeitungseffekte sind ebenbürtig wenn nicht noch einen Zacken besser, die Geschwindigkeit ist höher (logisch läuft ja nativ) … allerdings… Mehr »
Dazu zählt, dass es nur eine englischsprachige Ausführung gibt
Das zeigt ziemlich deutlich, wie weit die Lokalsierungstechnologie unter Windows immer noch ist.
Bei Software im Linux Desktopbereich ist es ja schon lange nur eine Frage zuätzlich installierter Sprachpakete, eine Änderung in der Software ist zur Umschaltung nicht notwendig.