Google verklagt US-Regierung wegen Bevorzugung von Microsoft

Google verklagt US-Regierung wegen Bevorzugung von Microsoft

Google verklagt die USA

Das amerikanische Innenministerium will keine Google-Anwendungen und merkt deshalb in seiner Ausschreibung gleich an, dass es nur Microsoft-Produkte akzeptiert. Nicht zumutbar, findet Google und klagt nun.

Wie in den meisten demokratischen Ländern gibt es auch in den USA Ausschreibungen, wenn ein Departement neue Software beschaffen will. Diese Request for Quotation (RFQ) legen im Normalfall durch einen geschickt gewählten Wortlaut auch fest, welche Firmen Chancen auf eine Teilnahme an der Ausschreibung haben.

So auch beim amerikanischen Innenministerium (DOI) , das in seinem RFQ klar festlegt, das die Lösungen Teil von Microsofts Business Productivity Online Suite sein müssen. Google hat laut diesem Bericht von techdirt.com schon mehrfach versucht, das Innenministerium darauf hinzuweisen, dass die Ausschreibung politisch nicht ganz korrekt sei. Als Antwort erhielt man den Kommentar, dass die Microsoft-Lösung sicherer sei und als einzige die benötigte einheitlich E-Mail-Lösung biete. Konkret geht es laut diesem Bericht der Information-Week um eine Ausschreibung von rund 60 Millionen US Dollar über fünf Jahre für die knapp 90 000 Arbeitsplätze des Innenministeriums.

Nachdem auch weitere Proteste von Google zurückgewiesen wurden, hat Google nun zusammen mit dem Cloud-Service-Anbieter Onix Networking Corporation Ende Oktober Klage eingereicht. Die Anklageschrift findet sich bei scribd.com.

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Axel Konrad
15 Jahre her

Irgendwie ist es immer ein Trauerspiel, mit anzusehen wie ausschreibenden staatlichen Institutionen nicht begreifen wollen, dass quelloffene Software der bessere Weg zu Sicherheit und Effizienz ist.

Und Schadenfreude will auch nicht so recht aufkommen, wenn man bedenkt, dass die Datenkrake gegen die Bevorzugung von M$ vor Gericht zieht. Beide stellen doch die Rechte und Bedürfnisse der User hintenan, nur um noch mehr $’s zu machen.

Bin mal gespannt, was die Richter dazu entscheiden.

ckpinguin
15 Jahre her
Reply to  Axel Konrad

Nein, die Details sind nicht so wichtig, das Prinzip ist hier wichtig: Eine Ausschreibung, welche das proprietäre Produkt ausschreibt (also Konkurrenz ausschliesst) anstatt die Anforderungen, ist keine Ausschreibung sondern eine Absprache mit Lieferanten (Kartell) und dies ist praktisch in keinem Land erlaubt (ausser der Schweiz, dem einzigen Land, in dem Kartelle legal sind).

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