Google Dev Day in München startet

Google Dev Day in München startet

Google gastiert

Die Google-Entwicklerroadshow 2010 führt den Suchmaschinenkonzern neben Tokyo und Moskau auch nach München. Die zweistündige Eröffnung hat verdeutlicht, wo Googles Prioritäten liegen.

Die eröffnende Keynote-Session von Konferenzen übernimmt oft ein bekannter Redner, der die Besucher inhaltlich-programmatisch einstimmt oder sogar inspiriert. Nicht so bei Google: Man ist zum Arbeiten hier. Moderiert von Wieland Holfelder, Entwicklerchef von Google Deutschland (das in München zum Beispiel am Browser Chrome arbeitet), und dem Entwicklerproduktchef Eric Tholomé bestand ein großer Teil der immerhin von neun bis knapp elf Uhr andauernden Einführungsveranstaltung in Produktkommunikation und Vortragspreviews. Immerhin kommunizierte das Internetunternehmen erfolgreich seine derzeitigen Hauptbereiche: HTML5 und Web-Video (VP8 bzw. Web-M, was laut Google bereits eine Reihe Hersteller hardwareseitig unterstützen wollen), die Cloud und die Google App Engine sowie Android.

Folgt man dem Eindruck, den der Dev Day vermittelt, hält Google den mobilen Bereich für das wichtigste Business überhaupt. Erstens sei es das größte Segment. Zweitens erreiche es die meisten Leute: So werde der mobile Online-Zugang von rund 180 Millionen Menschen genutzt, während es der stationäre Online-Zugang mit Hilfe von AOL oder Netscape nur jeweils auf höchstens 45 Millionen gebracht habe. Drittens wachse dieser Bereich sehr schnell. Im Februar habe der Android-Market 25.000 Apps gezählt, heute seien es bereits 100.000. Und drei Jahre nach Androids Ankündigung Ende 2007 gäbe es 90 Android-Geräte von 21 Herstellern in 49 Ländern der Welt.

Der zweite wesentliche Eindruck: Google packt den Stier bei den Hörnern, richtet den Fokus klar aufs Business und richtet dieses Interesse auch bei Googles Entwickler-Community voraus. Als Einnahmequelle für die Google-Entwicklercommunity werde etwa noch Ende dieses Jahres der Chrome Web Store zumindest in den Vereinigten Staaten live gehen; für die Google App Engine wird es Business-Services wie Service Level Agreements, kommerziellen Support, gehostetes SQL und eine Admin-Konsole geben; und schließlich weist der Android Market mit dem neuen Lizenzierungsservice in dieselbe Richtung.

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