Flash Player 9 für Linux

Flash Player 9 für Linux

Die Flash-Entwickler bei Adobe haben heute eine Betaversion des Flash-Players 9 für Linux veröffentlicht. Auf der Download-Seite gibt es sowohl ein Mozilla-Plugin als auch einen Standalone-Player. Die Linux-Beta kommt zusammen mit einer Beta für Windows und MacOS X, eine fertige Version soll laut Adobe Anfang 2007 erscheinen.

Das Flashplayer-Plugin wiegt etwa 6,4 MByte und ist damit deutlich umfangreicher als die bislang aktuelle Version 7 mit 2,1 MByte. Die Installation beschränkt sich auf einen einfachen Kopieraufruf, mit dem die Bibliothek im Mozilla-Plugin-Verzeichnis landet. An der Oberfläche hat sich nichts grundlegendes geändert, vielmehr haben die Entwickler sich um die Arbeiten im Hintergrund gekümmert. Flash 9 nutzt unter Linux das moderne Alsa-Framework zur Sound-Wiedergabe im Gegensatz zum angestaubten OSS bei Flash 7.

Was allen Benutzern am meisten auffallen dürfte: Die Synchronisation zwischen Audio- und Video-Strom funktioniert endlich. Mit Flash 7 lief das Video meistens schneller als der Sound und etwa beim Betrachten von Videos kam keine wirkliche Freude auf. Dieses auf den ersten Blick triviale Feature kostete die Entwickler extrem viel Mühe, die sich aber gelohnt hat. Endlich haben Linux-Nutzer die gleiche Benutzungserfahrung mit Flash wie Windows-Anhänger.

Leser des Linux-Entwickler-Blogs von Mike Melanson bei Adobe überschlugen sich nach der Ankündigung schier vor Freude und bestätigen, dass Audio und Video synchron laufen und das Plugin deutlich schneller lädt. Allerdings sollten enthusiastische Benutzer daran denken, dass es sich noch um eine Betaversion handelt, die jederzeit abstürzen kann. Bis 2007 will Adobe jetzt die letzten Fehler beheben.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben