Die Distribution Emmabuntüs möchte in erster Linie ältere Rechner weiterbetreiben und den Computereinsatz in ärmeren Ländern ermöglichen. Ein Projekt in Togo hat jetzt zu einer deutlich verbesserten Barrierefreiheit geführt.
Vor allem in Togo möchten die Emmabuntüs-Macher ihre Distribution in gleich mehreren Einrichtungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen installieren. Vor diesem Hintergrund haben das Emmabuntüs-Team, die Organisation A.S.I. YOVOTOGO und die Togolese Federation of Associations of Persons with Disabilities (FETAPH) die Barrierefreiheit der Distribution massiv verbessert.
Unter anderem spendierten sie drei verschiedene Profile für den Screenreader Orca. Mit an Bord sind unter anderem jetzt KDE Connect, die Sprachsynthese-Programme MBROLA und Piperspeech, die OCR-Lösung LIOS sowie nmap. Letztgenanntes Werkzeug soll beim Aufspüren von Druckern im lokalen Netzwerk helfen. Emmabuntüs bindet zudem Braillezeilen besser ein. Über neue Skripte können Anwender das Hintergrundbild und den Splash-Screen abschalten.
Die Änderungen flossen in die neue Emmabuntüs-Version ein, die auf Debian basiert. Sämtliche neuen Funktionen zur Barrierefreiheit müssen Anwender allerdings explizit aktivieren. Mit dieser Maßnahme will das Emmabuntüs-Team bestehende Nutzer nicht irritieren.
Die Emmabuntüs Debian Edition 6 1.00 – so der vollständige Name der neuen Version – soll ab Januar 2026 sukzessive in Togo zum Einsatz kommen. Als Unterbau dient ab sofort Debian 13.2. Darüber hinaus haben die Entwickler in ihrer Distribution die verfügbare Software aktualisiert. So erhalten Anwender Firefox ESR 140.6.0esr und Thunderbird 140.5.0esr, den Druck übernimmt Turboprint 2.59-1.
Nicht mehr dabei sind die Tools Deborah und die ZuluCrypt-GUI. Letztgenannte ersetzt LuckyLUKS. Apropos Verschlüsselung: Der Installationsassistent Calamares erstellt wieder fehlerfrei chiffrierte Systempartitionen. Dank eines Skripts gelingt die Installation von WINE deutlich einfacher.





