Nach einer Abmahnung durch die Interessenvertretung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) hatte GitHub das Quellcode-Repository des Download-Tools Youtube-dl gesperrt. Jetzt hat GitHub das Projekt wieder geöffnet, schlägt sich auf die der Entwickler und richtet sogar einen Hilfsfonds ein.
Nach Ansicht der RIAA können Youtube-dl-Anwender mit dem Werkzeug Lizenzverstöße begehen und beispielsweise nur für das Streaming vorgesehene Videos von YouTube herunterladen.
Schon kurz nach der Sperrung sprang die Electronic Frontier Foundation (EFF) den Youtube-dl-Entwicklern beiseite. Neben einem offiziellen Einspruch ließ die gemeinnützige Organisation den Einsatz von Youtube-dl rechtlich prüfen. Der beauftragte Anwalt kam zum Schluss, dass Youtube-dl nicht die entsprechenden amerikanischen Gesetze (den Copyright Act und DMCA) verletzt.
Auf dieser Grundlage stellte GitHub das Repository wieder her. Gleichzeitig kündigt GitHub an, zukünftig den Prozess der Sperrungen zu überarbeiten. Unter anderem sollen Experten die Anfragen überprüfen. Sofern diese zum Urteil kommen, dass die Anfrage berechtigt sei, würde GitHub zunächst die Inhaber der entsprechenden Repositories um eine Stellungnahme bitten. GitHub richtet zudem einen Fonds ein, der Entwickler von Open-Source-Software bei Rechtsstreitigkeiten unterstützen soll.





