Das Debian-Projekt rät Anwendern, das inoffizielle Repository “debian-multimedia.org” aus den Paketquellen zu entfernen.
Die Anbieter der inoffiziellen Multimedia-Pakete hätten offenbar ihre Domain verfallen lassen, schreibt das Publicity-Team der Linux-Distribution. Damit habe das Angebot auf dem Webspace nichts mehr mit dem Debian-Projekt zu, und das Repository sei nicht mehr als verlässliche Paketquelle anzusehen. Allen Debian-Anwendern ist empfohlen, ihre Apt-Konfigurationsdateien nach dieser Domain zu durchsuchen, beispielsweise mit folgender Kommandozeile:
grep debian-multimedia.org /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list.d/*
Fördert das Treffer zutage, sind die entsprechenden Zeilen zu löschen.
Bei dieser Gelegenheit merkt der Debian-Entwickler Steve Kemp in seinem Blog an, Debian enthalte kein anwenderfreundliches Tool, um die Listen der Paketquellen zu durchsuchen. Er hat für diesen Zweck ein kleines Perl-Programm geschrieben, wünscht sich aber weitere Vorschläge aus der Community.
Das Debian-Projekt weist außerdem darauf hin, dass durch die bessere Multimedia-Ausstattung in der jüngsten Release Wheezy der Bedarf an Multimedia-Paketen aus externen Quellen zurückgehen dürfte.






Ich vermisse den Hinweis, daß die offizielle inoffizielle Quelle schon länger http://www.deb-multimedia.org lautet.
Debian hatte seinerzeit moniert, daß der Name “Debian” im Domainnamen verwendet wird, obwohl die Quelle kein offizielles Debian-Repositorio ist.
Natürlich läßt der Anbieter die Domain verfallen, was soll er auch damit? Es wäre Debians Aufgabe gewesen, die Domain zu übernehmen, um einen möglichen Mißbrauch zu verhindern.