Viele Anwender haben ihre E-Mails bei Webmail-Diensten, die Hochzeitsbilder in Foto-Communities und ihre Lesezeichen bei Social-Bookmarking-Diensten. Doch was passiert, wenn Daten verloren gehen oder Websites schließen? Das Projekt Archiveteam möchte Abhilfe schaffen.
Damit weder das persönliche Fotoalbum noch andere Dateien im Orkus landen, sammelt das Archiveteam-Wiki verschiedene Hilfestellungen. Dazu gehören Anleitungen und Dokumentation über Dateiformate und Speichermedien, die sich allerdings noch im Anfangsstadium befinden. Weiter fortgeschritten sind Listen von Websites, die demnächst den Betrieb einstellen wie beispielsweise Yahoos Geocities oder die bereits geschlossen sind wie etwa Furl und Tripod.
Unter der Rubrik Software sammelt das Projekt Tools, Tipps und Tricks. Dort gibt es beispielsweise eine Kommandozeile, die mit Wget und den passenden Parametern ein komplettes WordPress-Blog auf die lokale Festplatte sichert. Eigene Wiki-Seiten widmen sich den Diensten Google, Livejournal und Twitter.
Zu den Gründern das Archiveteam gehört Jason Scott, der auf der Seite Textfiles.com schon seit Jahren Textdateien aus den Computernetzwerken der Achtziger Jahre archiviert. Das noch junge Archiveteam sucht Mitstreiter, die beispielsweise Artikel und Anleitungen schreiben, Spiegelserver und Bittorrents aufsetzen oder eine Download-Einsatztruppe bilden.

Der Debian-Entwickler Joey Hess macht sich in seinem Blog bereits Gedanken über ein geeignetes GUI-Programm für die Datenrettung aus dem Web 2.0. Idealerweise gibt der Anwender einfach eine Handvoll URLs ein, das Programm kümmert sich um den Rest: Es setzt für jeden Dienst automatisch ein geeignetes Plugin ein. Neben Website-spezifischen Erweiterungen soll es auch generische Plugins geben, etwa eines, das RSS-Feeds verarbeiten kann. Hess sucht neben tatkräftigen Helfern noch einen griffigen Namen für das Softwareprojekt.





