Nachdem die Zukunft des immer noch verbreiteten Drucksystem CUPS kurze Zeit in den Sternen stand, geht die Entwicklung mittlerweile wieder zügiger weiter. Die neue Version 2.4.12 behebt im Wesentlichen Fehler, bevor es mit CUPS 2.5 und neuen größeren Funktionen weitergehen soll.
Unter anderem druckt das überarbeitete CUPS jetzt Jobs auf älteren Druckern, deren Namen länger als 255 Zeichen sind. Im lpd-Backend haben die Entwickler zudem Verzögerungen eliminiert. Die Version 2.4.12 bietet aber auch einige kleinere Neuerungen. So kann das Drucksystem jetzt mit mehreren Sprachen beim IPP-Everywhere-Standard umgehen.
CUPS 2.4.12 verlangt zwingend die Zlib-Bibliothek und TLS-Unterstützung. Die Kommunikation von entsprechend verschlüsselten Verbindungen wickeln im Hintergrund wahlweise OpenSSL, GnuTLS oder LibreSSL ab. Beim Einsatz eines GnuTLS Crypto Providers folgt CUPS den zugehörigen Kryptogaphie-Policies. Apropos Sicherheit: Treten im IPPS-Backend Zertifikatsfehler auf, meldet CUPS eine Warnung. Obendrauf kamen zahlreiche neue APIs hinzu, darunter eine Oauth-, JSON- und DNS-SD-Schnittstelle. Abschließend unterstützt CUPS 2.4.12 auch Docker.
Das CUPS-Teams arbeitet bereits an der nächsten Version 2.5, die im Juni 2025 erscheinen soll. Sie wird dem cupsd eine Anmeldung via OAuth beibringen, TLS/X.509 verbessern und die Lokalisierung zentralisieren – zumindest sind das die bisherigen Planungen.
Lange Zeit trieb maßgeblich Apple die Entwicklung von CUPS voran. Im Jahr 2019 verließ erst der Hauptentwickler Michael Sweet das Unternehmen, dann gab Apple die Entwicklung komplett auf. Schließlich erstellte OpenPrinting.org einen Fork des Drucksystems. Daher firmiert die jetzt aktualisierte Software offiziell unter dem Namen „OpenPrinting CUPS“.





