Der nordamerikanische Internetanbieter Comcast zieht seine Blockademaßnahmen gegen Bittorrent-Nutzer zurück. Comcast hatte, wie im November vergangenen Jahres bekannt wurde, die Nutzungsmöglichkeiten seiner Internetanschlüsse beschnitten und zielgerichtet Peer-To-Peer-Verbindungen gestört.
Aufgeflogen war das Vorgehen, nachdem Electronic Frontier Foundation (EFF) und Associated Press entsprechende Vorwürfe untersuchten. Dadurch sah die EFF die Freiheit des Internets und die Offenheit der bisher freien Standards, auf denen das Internet basiert, gefährdet. Nach ersten Berichten schaltete sich auch die amerikanische Regulierungsbehörde (Federal Communications Commission – FCC) ein und untersuchte die Vorfälle. Jetzt hat Comcast eine Vereinbarung mit Bittorrent geschlossen, in Zukunft die Übertragung von Torrents nicht mehr zu begrenzen.
Auch in Deutschland werden angeblich Internetzugänge gedrosselt. Nachdem der (legale) Videodistributor Vuze/Azureus, der auf Torrents setzt, ein Plugin für den gleichnamigen Bittorrent-Client veröffentlicht hatte, sammelten sich im Projektwiki Meldungen über Provider, die den Datenverkehr beschneiden. Als deutscher Kandidat auf der im Netz veröffentlichten Liste steht Kabel Deutschland.



