Der GCC-Cacher springt nach fast sechs Jahren von Version 2.4 auf 3.0 und steht ab sofort unter der GPLv3.
Ein so genannter direkter Modus erlaubt jetzt, Ccache unter Umgehung des Präprozessors Hashes aus dem Quellcode berechnen zu lassen, was Rechenressourcen spart. Weiter kann Ccache jetzt Objektdateien mittels der Option “CCACHE_COMPRESS” komprimiert zwischenspeichern. Als neue Option sind auch “CCACHE_COMPILERCHECK” hinzugekommen, mit Hilfe derer Ccache den verwendeten Compiler genauer identifiziert, sowie “CCACHE_EXTRAFILES”, womit Ccache weitere Dateien in die Hashsummenberechnung einbezieht. Weitere Neuerungen wie neue unterstützte Sprachen (Objective-C) und Compiler-Flags (-x) enthalten die Release-Notes.
Die Software steht als GZ-komprimiertes Tar-Archiv oder als Git-Checkout zum Download bereit. Ihre Maintainerschaft hat jüngst von dem australischen Projektinitiator und Honorarprofessor Dr. Andrew Tridgell zu dem schwedischen Motorola-Softwareentwickler Joel Rosdahl gewechselt. So kommt es, dass die Newseinträge auf der Projektseite einen ansehnlichen Zeitsprung von 2004 auf 2010 machen.
Ccache nutzt einen standardmäßig auf 1 GByte begrenzten Cache-Speicherplatz, um vergangene Kompiliervorgänge zwischenzuspeichern. Kompiliert der Entwickler gleichen Code wiederholt, merkt das die Software mittels Hash-Prüfsummen und greift zum Beispiel auf zwischengeispeicherten Compiler-Output zurück. Dieses Vorgehen sorgt laut Entwicklern für enormen Geschwindigkeitszuwachs. Allerdings kann Ccache nur einzelne Quellcodedateien verarbeiten, mehrgliedriger oder gelinkter Sourcecode ist laut Manual nicht unterstützt.





