Browser Brave liegt in stabiler Version vor und belohnt Anzeige von Werbung

Browser Brave liegt in stabiler Version vor und belohnt Anzeige von Werbung

Brave 1.0 veröffentlicht

Das in San Francisco beheimatete Unternehmen Brave Software hat die erste stabile Version seines auf Chromium basierenden Browsers veröffentlicht. Im Gegensatz zur Konkurrenz geht Brave sowohl beim Schutz der Privatsphäre als auch bei der Anzeige von Werbung einen radikalen eigenen Weg.

Der Browser blockiert standardmäßig Tracker, Phishing, Malware und Werbung sowie sämtliche Versuche, über sogenanntes Fingerprinting den Nutzer wiederzuerkennen. Dadurch soll Brave schneller arbeiten, die Privatsphäre besser schützen und auf Mobilgeräten schließlich auch Strom sparen.

Parallel führt der Browser ein eigenes Werbesystem ein, das für jede dargestellte Anzeige eine Belohnung verspricht: Sofern der Browser-Nutzer einwilligt, zeigt Brave ausgewählte Werbeanzeigen an. Als Gegenleistung erhält der Anwender eine Gutschrift in Form von Punkten (den Basic Attention Tokens, BAT). Diese lassen sich dann wiederum gegen digitale Güter eintauschen oder in echtes Geld umwandeln. Die Werbeanzeigen liefert die Brave Ads genannte Plattform aus. Alle darüber fließenden Anzeigen müssen die Privatsphäre des Benutzers respektieren. Im Hintergrund nutzt Brave Ads ein Blockchain-Verfahren.

Die verdienten Punkte sammelt eine eigene Brave Wallet im Browser. Die in ihr aufgelaufenen BATs kann der Browser-Nutzer zudem an Webseiten weitergeben und so deren Betreiber unterstützen. Dieses Brave Rewards getaufte Programm ist standardmäßig mit Brave Ads verknüpft.

Die Brave-Entwickler versprechen, dass der Browser immer alle Daten für sich behält und keine Informationen über ihre eigenen Server laufen. Nach eigenen Angaben nimmt am Brave Rewards-Programm unter anderem die Washington Post und die Wikipedia teil, über Brave Ads erschienen während der Beta-Phase bereits Anzeigen von Intel und Pizza Hut.

Der Brave-Browser ist neben Linux auch für Windows, macOS auch für iOS und Android erhältlich. Die Nutzung ist kostenlos, der Quellcode liegt auf GitHub offen. Nach Angaben des Entwicklers nutzten den Browser während der Beta-Phase monatlich bereits 8,7 Millionen Anwender.

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Bachsau
6 Jahre her

Es bleibt die grundlegende Frage, warum man überhaupt die Lebenszeit seiner Mitmenschen verschwenden muss, um sie mit Werbung zuzumüllen, die sie nicht haben wollen. Das ganze Konzept ist vollkommen krank. Die Werbeindustrie unterhält und bekämpft sich selbst, indem sie versucht, sich im Buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu übertreffen, anstatt das Geld in die Qualität von Produkten zu investieren, die die Leute kaufen wollen. Die meisten Menschen konsumieren gerne, wenn das Produkt ihnen einen Mehrwert bietet. Die Werbeindustrie aber begreift den Kunden als einen Feind, der mit allen Tricks dazu gebracht werden muss, ein Produkt zu kaufen, von dem… Mehr »

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