Als Brücke zwischen einem Notebook und einem Smartphone will Archos seine zwei neuen, auf Android als Betriebssystem aufsetzenden Home-Tablets Archos 7 und Archos 8 verstanden wissen.
Die Ziffer im Namen gibt die Bildschirmdiagonale in Zoll an. Die Touchscreen-Systeme sollen in den heimischen vier Wänden für den komfortablen Zugriff aufs Internet sowie auf Multimedia-Inhalte sorgen, daneben lassen sie sich auch als digitaler Bilderrahmen einsetzen. Beide Flachmänner basieren auf einem mit 600 MHz getakteten ARM-Prozessor.
Per WLAN integrieren sich die Archos-Home-Tablets ins LAN, ein USB-Port ermöglicht die Datenübertragung vom PC, der Digitalkamera oder anderen Geräten. Via Webbrowser greift der Anwender auf Netzinhalte und E-Mails zu, im Videoplayer lassen sich Youtube-Inhalte betrachten. Ein MP3-Player bietet unter anderem Zugriff auf kostenlose Musik-Streaming-Services wie Deezer. Dabei machen die eingebauten Lautsprecher die Home-Tablets zum Radio-Ersatz. Eine Akkuladung soll für 7 Stunden Videos oder 44 Stunden Musik ausreichen.
Archos will das Gerät im 7-Zoll-Format ab April zum Preis von 149 Euro mit 2 GByte Speicher beziehungsweise 179 Euro mit 8 GByte Speicher ausliefern. Das Archos 8 Home Tablet soll es einen Monat später mit 4 GByte Speicher zum Preis von ebenfalls 149 Euro geben. Wie Archos auf der CeBIT 2010 ankündigte, sollen im Sommer weitere Tablets mit Displaygrößen zwischen 3 und 10 Zoll folgen, die auf ARM-Cortex-CPUs mit bis zu 1 GHz Taktrate basieren.
Am Stand von Archos in Halle 15, D21 konnten wir das Archos Home-Tablet 7 in Augenschein nehmen. Das Gerät bedient sich flott, Anwendungen werden über den integrierten Archos-App-Store installiert. Auf den Google App Store gibt es mangels Telefonfunktionalität keinen Zugriff, aber Archos arbeitet daran, möglichst viele Anwendungen in ihren App-Store zu holen. Zu diesem Preis sollte das schnuckelige 7-Zoll-Web-Tablet mit 800×480 Auflösung viele Abnehmer finden.
Ebenfalls auf der CeBit stellt Archos auch seine neue Vision-Reihe portabler Mediaplayer vor. Besonders gefallen hat uns daraus das winzige A14VG, das mit nur 24 Gramm Gewicht ein 1.4-Zoll-Display, ein Mikrofon, ein FM-Radio, Foto-, Video- und Audiofunktionalität sowie 4 Gigabyte Speicher integriert, bei einem UVP von nur 35 Euro dürften auch hier viele zugreifen, denn einen kleineren Videoplayer dürfte man nur schwerlich finden.
Gut gefallen hat uns auch Archos’ schon im Handel verfügbares Atom-basiertes PC-Tablet Archos 9, das zusätzlich zum Touchscreen ein sehr angenehm zu bedienendes “Mikro-Touchpad” rechts integriert. Mit einem Port-Replicator lassen sich zusätzliche USB-Ports, ein VGA-Ausgang und ein Netzwerkport anschließen. Leider wird das Gerät mit Windows 7 ausgeliefert, eine Linux-Installation werden wir aber baldmöglichst probieren.









Dann dürften ja Smartfon-Handys bald auch nur noch 149 Euro kosten. Oder was macht sie gegenüber diesem Gerät ca. 400 Euro teuerer?
Das Gerät besitzt kein GSM-Modem somit auch keinen SIM-Kartenslot und ist halt kein Smartphone. Telefonieren lässt sich höchstens per VoiP über WLAN, also nur in Hotspot-Nähe. Das macht das Gerät so günstig.