Nach sechs Monaten Praxistest geht das Annotator-Toolkit in den öffentlichen Betamodus. Mit Annotator können Webseitenbesucher in HTML eingebettete Textstellen markieren und kommentieren.
Das Annotation-Toolkit funktioniert mittels der Javascript Object Notation (JSON) nach dem Prinzip des Representational State Transfer (REST). Zu dem Toolkit gehören das Annotation-Protokoll, eine Jquery-Bibliothek und einige Implementationen (etwa mit MySQL und Python sowie – experimentell – mit Couch-DB-Backend). Zur Anwendung der Annotation soll nach dem Setup des Backends die Jquery-Zeile “$(‘#your-element-id‘).annotator()” im Quelltext einer Webseite genügen. Das Projekt wünscht sich Feedback sowie Interessenten, die den Annotator in Anwendungen integrieren wollen. Quelltext, Mailingliste und ein Direktkontakt sind auf der Projektseite verlinkt.
Miturheber der MIT-lizenzierten Software ist der amerikanische Ökonom Rufus Pollock, Stipendiat der Shuttleworth Foundation und Mitgründer der Open Knowledge Foundation. Er hat in seinem Blog über das Projekt berichtet. In seiner Eigenschaft als Koordinator des Projekts Open Shakespeare unter dem Dach der Knowledge Foundation arbeitet er nach eigenen Angaben schon seit Ende 2006 an einer Annotations-Software: Er wollte die Möglichkeit schaffen, gemeinsam Shakespeare-Texte zu kommentieren. Die erste Implementation eines Annotations-Tools von 2006/2007 setzte auf die Bibliothek Marginalia, mit der es jedoch nicht näher genannte Performance- und Integrationsprobleme gab. Vor rund zwei Jahren starteten Pollock und ein Mitstreiter dann das Annotator-Projekt.






