AMD erstellt Fork des Wayland-Compositors Weston

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AMDGPU Composition Stack

AMD hat seinen neuen AMDGPU Composition Stack (ACS) vorgestellt. Hinter der kryptischen Bezeichnung verbirgt sich im Wesentlichen ein Fork des Wayland-Compositors Weston, dem AMD weitere Funktionen verpasst.

Unter anderem unterstützt er eine Variable Refresh Rate (VRR) beziehungsweise FreeSysnc. Mit diesem Verfahren passt sich der Bildschirm automatisch an die jeweils aktuelle Bildwiederholrate an. Obendrauf gibt es den sogenannten Multi-Seat-Support, in dem jeder verfügbare Grafikprozessor eigene Eingaben erhält.

Des Weiteren führt der ACS ein Farbmanagement ein und unterstützt dabei auch den Wide-Gamut-Farbraum, der besonders viele Farben abbilden kann. HDR-Videos lassen sich im Vollbild wiedergeben, dazu passend liegt ein neuer Media-Player bei.

Neben diesen bereits eingebauten Funktionen arbeitet AMD eifrig an weiteren. So soll das Farbmanagement sowie die HDR-Wiedergabe auch in einzelnen Fenstern funktionieren. Ebenfalls geplant ist ein Werkzeug, mit dem sich die Konfiguration von AMD-Grafikprozessoren anpassen lässt – beispielsweise soll man zwischen verschiedenen Workload-Profile auswählen können.

Mit dem Fork verfolgt AMD gleich mehrere Ziele. Zunächst dient der ACS als Experimentierumgebung (Staging Area). Die in diesem Rahmen entwickelten Funktionen sollen wieder in Weston und Wayland zurückfließen. Darüber hinaus möchte ihn AMD als Referenz-Compositor für die eigenen Produkte einsetzen und ihn gezielt auf seine Hardware und Werkzeuge zuschneiden. Der ACS soll zudem in kommerziellen Produkten von AMD zum Einsatz kommen. Welche Produkte AMD hier konkret im Auge hat, verrät das Unternehmen allerdings nicht.

Der Quellcode des ACS liegt offen auf GitLab. Im Gegensatz zum Konkurrenten Nvidia geht AMD damit aktiv auf die Community zu. Allerdings lassen die zusätzlichen, auf AMD-Hardware zugeschnittenen Funktionen befürchten, dass Besitzer von AMD-Grafikkarten irgendwann zur ACS greifen müssen, um die maximale Leistung zu erhalten.

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