Neben der Standard-Distribution des Raspberry Pi liegt auch der Raspberry Pi Imager in einer neuen Version vor. Letztgenannten Helfer haben die Entwickler sogar einmal auf Links gekrempelt.
Der Raspberry Pi Imager schreibt die zum Raspberry-Pi-Modell passenden Distribution auf eine SD-Karte und hilft darüber hinaus bei der Grundeinrichtung. In der neuen Version 2.0 haben die Entwickler die komplette Benutzeroberfläche runderneuert. Die präsentiert sich jetzt als Assistent, in dem man sich Schritt für Schritt bis zur fertigen SD-Karte klickt. So wählt man zuerst das vorhandene Raspberry-Pi-Modell, gefolgt vom gewünschten Betriebssystem und erst dann die SD-Karte. Insbesondere gibt es keine „versteckten“ Einstellungen und Dialogfenster mehr, sämtliche Optionen präsentiert der Assistent im entsprechenden Schritt.
Die Grundeinstellungen fragt der Raspberry Pi Imager im vierten Bildschirm ab, darunter etwa die Anmeldedaten via SSH. Erstmals erlaubt der Assistent hier auch die Einrichtung der Fernwartungsfunktion Raspberry Pi Connect.
Abschließend kommt der neue Imager deutlich barrierefreier als sein Vorgänger daher. So erklären ausführlichere Texte die Bedeutung der Eingabefelder, was nicht nur Screenreadern zugutekommt. Der komplette Assistent lässt sich über die Tastatur bedienen, zudem haben die Entwickler auf gute Kontraste bei der Darstellung geachtet.
Anders als der Raspberry Pi Imager halten sich die Änderungen des Raspberry Pi OS 2025-11-24 in Grenzen. Im Wesentlichen aktualisiert die neue Version einige Kernkomponenten wie die Browser Chromium und Firefox. Der Linux Kernel arbeitet in der Version 6.12.47, der Wayland-Kompositor Labwc liegt in Version 0.9.4 vor.
PulseAudio haben die Entwickler aus dem Image entfernt, der Menüeditor Alacarte ist hingegen wieder dabei. Über das Control Panel für den Bildschirm lässt sich die Skalierung für HiDPI-Monitore einstellen. Darüber hinaus bietet das Panel jetzt auch Symbole für solche sehr hohen Auflösungen.





