Die Fedora-Macher haben mit der neuen Version ihrer Distribution die 32-Bit-Unterstützung eingestellt, Docker durch die Konkurrenz ersetzt und ihrem System den Linux-Kernel 5.3 spendiert.
Für x86-Systeme steht nur noch eine 64-Bit-Fassung von Fedora bereit, die 32-Bit-Repositories hat das Team abgeschaltet. Dank entsprechender Bibliotheken laufen auf der 64-Bit-Fassung allerdings auch weiterhin noch 32-Bit-Programme, was vor allem Wine-Nutzer freuen dürfte. Anstelle von Docker kommt jetzt das (fast) kompatible Podman zum Einsatz, zudem liegt „docker“ vom Moby-Projekt bei.
Aktualisiert haben die Entwickler unter anderem die Glibc auf Version 2.30 sowie NodeJS auf Version 12, um die 3D-Grafik kümmert sich Mesa 19.2. Die Angabe „Python“ bezieht sich ab sofort immer auf Python 3. Via SSH kann sich jetzt standardmäßig nicht mehr der Benutzer „root“ anmelden.
Die RPM-Pakete sind ab sofort mit dem Algorithmus Zstd gepackt, der den alten Xz-Algorithmus ablöst. Diese Maßnahme soll vor allem das Entpacken der Pakete beschleunigen. Gleichzeitig liegt RPM in Version 4.15 bei, YUM3 wurde in den Ruhestand geschickt.
Des Weiteren nutzt Fedora 31 die Control Groups in der Version 2 (Cgroups V2), um Prozesse in ihre Schranken zu verweisen. Mit den Control Groups lässt sich der Ressourcenverbrauch reglementieren und so etwa der Hauptspeicherverbrauch deckeln.
Die Desktop-Umgebung stellt standardmäßig Gnome 3.34, das bevorzugt im Wayland-Modus läuft. Wer einen anderen Desktop bevorzugt, kann zu einer „Spin“ genannten Fedora-Variante greifen. Dazu zählt auch eine Fassung mit dem neuen Xfce 4.14. Der mitgelieferte Browser Firefox arbeitet jetzt ebenfalls nativ im Wayland-Modus und nutzt nicht mehr Xwayland.
Neben der Workstation-Ausgabe für Desktop-PCs gibt es auch wieder eine Fassung für Server. Das für den Containerbetrieb vorgesehene „Fedora CoreOS“ liegt nach wie vor nur in einer Preview-Fassung vor.
Sämtliche Neuerungen fasst eine Seite im Fedora-Wiki zusammen.





