Das Grml-Projekt mit den merkwürdigen Distributionsnamen bringt mit Version 1.1 (Skunk) eine verbesserte und erweiterte Variante unter die Admins. Außerdem präsentiert es eine überholte 64-Bit-Version und ein neues, abgespecktes Medium-Format.
Der Bootprozess baut in Grml 1.1 vollständig auf Live-Initramfs auf. Neu ist außerdem die Möglichkeit, auf Logical Volumes zu installieren. Bootparameter wie Mikrofon-Einstellungen (micvol) oder das Ge- und Verbot, die LVM-Volumes zu berücksichtigen (lvm, nolvm) sind dazugekommen. Der Kernel ist auf 2.6.23.16 aktualisiert, X.org auf 7.3 und die Libc6 auf 2.7. Die Grml-Entwickler haben auch die 64-Bit-Ausgabe von Grml einen Schritt vorangebracht – sie zählt nun Version 0.2.
Grml ist eine Distribution, die eine spezielle Sammlung an Administrationstools für die Kommandozeile an Bord hat. Auch wegen guter Hardware-Erkennung soll sie sich besonders als Rettungs- oder Diagnose-Tool eignen. Es gibt sie bislang in zwei Größen: Die normale Grml-Distribution 1.1 hat auf dem 700-MByte-Image in komprimierter Form mehr als zwei GByte Software an Bord. Die kleine Grml-Version 0.4 von Mai 2007 ist maximal reduziert und kommt mit 60 MByte aus. Jetzt gibt es auch eine mittlere Version: Grml-medium 0.1 soll die wichtigsten Werkzeuge enthalten, einen vollständigen Kernel und einen X-Server. Es gibt sie auch gleich in einer 64-Bit-Version.
Die Grml-Vielfalt ist auf der Download-Seite des Projekts erhältlich. Mehr Details verraten die Release-Notes zu Grml 1.1 alias Skunk, Grml64 0.2 alias Schwammerlklauber, Grml-medium 0.1 alias Pfuh und seines 64-Bit-Kumpanen.




