Pinnwand: Die Woche in Kürze

Pinnwand: Die Woche in Kürze

Die Linux- und Open-Source-Welt bewegt sich so schnell, dass lange nicht mehr jeder über alles informiert sein kann. Unsere Pinnwand fasst jeden Sonntag die wichtigsten Ereignisse der Woche zusammen. Kurz und knapp erfahrt ihr alles Wichtige in Kürze.

Montag: Die Supermarktkette Real verkauft wieder Linux-Rechner. Für rund 200 Euro bekommen Käufer einen recht zeitgemäßen Desktop-PC mit einem Celeron-Prozessor. Dank Community-Mitglied Mike wissen wir auch, dass es sich um einen 850-MHz-Prozessor handelte. Ob sich das Gerät diesmal besser verkauft als im März, bleibt noch abzuwarten.

FSF äußert sich zur GPLv3-Kritik. Nachdem die neue Version der GPL, deren endgültige Fassung Anfang 2007 fertig sein soll, von vielen Seiten heftig kritisiert wurde, will die Free Software Foundation Unklarheiten beseitigen. In der Stellungnahme heißt es unter anderem, dass die GPLv3 keine Nutzungseinschränkungen und lediglich einen Verzicht zur Geltendmachung von Softwarepantenten enthalte. Eine Firma werde nie ihr komplettes Patent-Portfolio verlieren, nur weil sie eine Software unter GPL veröffentlicht.

Dienstag:Jullier Dominique teilt uns mit, dass es für Ubuntu Edgy Eft keine Gratis-CDs geben wird. Erst bei der kommenden Version mit Long Term Support können wir hoffentlich wieder mit Gratis-CDs vom Hersteller Canonical rechnen. Wem eine Edgy-CD 1,50 Euro wert ist, bekommt sie trotzdem noch vom Unternehmen zugesandt, allerdings erst ab einer Bestellmenge von 100 Stück.

Mittwoch: Open-Source-Ikone Eric S. Raymond äußert sich zur Massentauglichkeit des Linux-Desktops. Als neues Mitglied des Freespire Leadership Board bricht Raymond eine Lanze für proprietäre Treiber und Dateiformate, ohne deren Unterstützung Linux keine Chance bei der Masse hätte. In der Diskussion zum Artikel hier auf der Linux-Community spiegelt sich einerseits dieselbe Meinung wider, andererseits warnen einige Mitglieder auch vor den Gefahren, die entstehen, wenn sich die Freie-Software-Bewegung zu weit von ihren Idealen entfernt.

Freitag: Wie der Newsdienst Heise.de berichtet, sieht das Marktforschungsunternehmen Gartner goldene Zeiten für Open-Source-Datenbanken anbrechen. Der Anteil von Open-Source-Datenbanken am Welt-Datenbankmarkt sei mit 8 Prozent zwar noch sehr gering, jedoch würden OS-Datenbanken in Zukunft eine starke Alternative zu proprietären Lösungen darstellen. Bis 2008 sollen zum Beispiel 70 Prozent aller IT-Unternehmen auf Open Source zur Datenspeicherung setzen.

Und zum Schluss noch das Kuriosum der Woche: Auf Slashdot wurde am Donnerstag von einem 50-Meter-Insekt berichtet, das sich über Deutschland hermacht. Bei Google Maps ist das Tier deutlich zu erkennen. Glücklicherweise stellte es sich als harmloses 1-mm-Insekt heraus, das sich unter die Glasplatte des Scanners verirrt hatte.

Somit wünschen wir euch eine schöne Woche und einen erholsamen Feiertag.

Für Anmerkungen und weitere News aus Kalenderwoche 39 nutzt die Kommentarfunktion oder schickt eine E-Mail an moderatoren@linux-community.de.

Bis nächste Woche,
Max

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