IBM Lotus Symphony soll Microsoft Marktanteile abgraben

IBM Lotus Symphony soll Microsoft Marktanteile abgraben

Circa eine Woche nach IBMs Beitritt zum OpenOffice-Projekt bringt der Konzern ein eigenes, kostenloses Office-Paket heraus. Die Bürosoftware mit dem schönen Namen Lotus Symphony basiert, anders als das Lotus im Namen suggeriert, auf OpenOffice. Das Paket enthält mit einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation und einer Präsentations-Software fast alles, was das Herz eines Bürocomputers begehrt.

“Tausende Dokumente bilden die Lebensader vieler Organisationen. Wenn diese Dokumente mit proprietärer Software erstellt wurden, können nur zukünftige Versionen der selben Software weiterhin den Zugriff gewährleisten. Damit sind die Anwender gezwungen, für dieses Produkt auch weiterhin Lizenzgebühren und Abgaben an diesen Hersteller zu zahlen.”, so Steve Mills von IBM. Dank Lotus Symphony und ODF müssten Unternehmen künftig keine proprietäre Software mehr verwenden, um auf ihre Texte zuzugreifen. Zudem fördere IBM mit Lotus Symphony die Verwendung von Linux und freier Software.

Mit seinem Beitritt zum OpenOffice-Projekt hat IBM 35 Programmierer für den Office-Bereich abgestellt. Teile von OpenOffice verwendet IBM bereits in Lotus Notes 8. Lotus Symphony Beta 1 für Linux steht bereits zum Download bereit. Der setzt allerdings voraus, dass man sich vorher bei IBM registriert.

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GoaSkin
18 Jahre her

Typisch IBM. Man hebt etwas auf, was man findet, klebt sein Etikett darauf und stellt sich dar, als hätte man etwas großes vollbracht. IBM war einmal ein riesiges Unternehmen mit vielfältigem Angebot an Soft- und Hardware gewesen. In den letzten 15 Jahren hatte der Konzern ernorm abgebaut. Im eigenen Software-Angebot wurde viel auf Eis gelegt, wozu neben diversen Betriebssystemen auch z.B. die hauseigene Office-Suite Lotus Office zählten. Eigene Betriebssysteme wurden zu gunsten von Linux eingestellt, wobei das Linux- Engagement des Konzerns dennoch sehr bescheiden ist. Die Plattformunabhängigkeit der Server- Produkte wird durch den Einsatz der Java-Technologie des Konkurenten Sun Microsystems… Mehr »

arebenti
18 Jahre her
Reply to  GoaSkin

Halte ich für eine groteske Fehleinschätzung. Die Produkte, von denen du sprichst sind vom Markt verdrängt, so oder so. Erst vor 2 Wochen kam die Ankündigung IBM’s 50 Entwickler in den OpenOffice.org Pool zu investieren. Es spricht sehr viel dafür auf einer bestehenden Basis aufzubauen. IBM’s Businessentscheidungen sind immer sehr strategisch angelegt. Diesmal setzen sie ganz deutlich auf Opendocument und sogar auf die OpenOffice Plattform. IBM kämpft jetzt auch sehr engagiert bei der ISO gegen das Open XML Format, während Novell keine gute Figur macht und andere sich zurückhalten. Und bitte sehr: die Produkte werden kostenfrei angeboten! Wieso sollte IBM… Mehr »

GoaSkin
18 Jahre her
Reply to  arebenti

In den Pressemitteilungen war von 35 die Rede. Aber dennoch: IBM war einmal ein gigantisches Unternehmen, das u.A. die Lotus Smartsuite – ein gänzlich eigenes Office-Programm entwickelt. Daß ein Unternehmen den Open Office-Code umlabelt und diesen mit ein paar Erweiterungen als kostenpflichtiges Office-Programm anbietet ist für eine kleine Firma verständlich aber doch nicht für so einen Riesen wie IBM? Auch das Marketing der eigenen Produkte ist momentan nicht wirklich eine Stärke des Unternehmens, sodaß es nicht gesagt sei, daß dieses Produkt der Verbreitung des Linux-Desktops und OpenOffice wirklich einen Push gibt. So hat man z.B. den CELL-Prozessor entwickelt, der bis… Mehr »

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