Erste Details zu neuen Atom-Prozessoren

Erste Details zu neuen Atom-Prozessoren

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Neue Kerne

Der neue Netbook Prozessor von Intel heißt N450, seine Verbindung zur Außenwelt regelt der Ein-/Ausgabebaustein NM10. Das derzeit unter dem Codenamen „Pine Trail“ entwickelte Gespann soll ab Oktober erhältlich sein.

Dies meldet die Seite Digitimes. Wie schon früher bekannt wurde, soll der neue Atom-Prozessor für Netbooks im 45nm Prozess gefertigt werden, im Gegensatz zu modernen Desktop- und Serverprozessoren weiterhin nur über einen Rechenkern („Single Core“) verfügen und sich ab sofort auch um die Grafikausgaben kümmern. Zusammen mit dem jetzt NM10 getauften Chip – bisher Codename „Tiger Point“ – bildet das Duo die neue Atom-Plattform „Pine Trail“. Laut Digitimes will Intel Bestellungen für den aktuellen und extrem beliebten Atom-Prozessor N270 noch bis zum ersten Quartal 2010 annehmen.

Der N450 ist jedoch nur einer aus einer ganzen Reihe neuer Atom-Prozessoren. Wie die Seite Netbook Choise aus Kreisen der taiwanischen Industrie erfahren haben will, wird es drei Modellreihen geben: Die Einkernprozessoren N400, zu denen auch der N450 gehört, sind primär für Netbooks gedacht. Auf den Nettop-Markt zielen die ebenfalls mit nur einem Kern bedachten D400-Prozessoren, sowie ihre D500-Brüder mit zwei Kernen. Allen steht der erwähnte I/O-Chip NM10 zur Seite.

In der D-Reihe soll als erstes der D410 erscheinen, wie der N450 ebenfalls noch im vierten Quartal dieses Jahres. Er wird bis auf eine etwas schnelleren Grafikkern und damit einer etwas höheren Leistungsaufnahme dem N450 ähneln. Der D510 als Basis der D500-Prozessoren erhält einen 1 MByte großen L2-Cache. Alle Prozessoren kommen mit HyperThreading und sollen mit 1,66 GHz rennen.

Informationen zur Plattform „Pine Trail“ hatte Intel bereits Anfang des Jahres in einem Konferenzvortrag herausgegeben. Demnach wandern der Speichercontroller und der Grafikkern direkt in den Prozessor. Diese Zusammenlegung reduziert den Platzbedarf um circa 64 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Energiebedarf – die neuen Chips sollen zusammen nunmehr nur noch 2 statt zuvor 4 Watt verbraten. Der N450 übernimmt zwar jetzt auch die Grafikausgabe, die Fähigkeiten des integrierten GMA500 sollen jedoch im Wesentlichen dem externen Vorgänger GMA950 entsprechen – eine Unterstützung für HD Video wird es somit weiterhin nicht geben.

Intel selbst will offizielle Informationen zu Preisen und Geschwindigkeiten erst im vierten Quartal dieses Jahres veröffentlichen.

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