Probieren geht über Studieren: Wer die Alpha-Version von Leap 16.0 installiert, erfährt dabei Handfesteres über das künftige OpenSuse als beim Durchackern aller Ankündigungen und Pläne.
Dass selbst die OpenSuse-Entwickler sich zeitweise nicht sicher waren, ob sie ihr Flaggschiff Leap weiter anbieten können, also die konventionelle Distribution ohne “rollende” (laufende partielle) Upgrades, zeigt sich an den seit Anfang 2023 entstandenen Ersatzprodukten Slowroll und Aeon: Sie bestehen weiter, wenn auch nur als Einmannprojekte.
Leap 16 liegt inzwischen jedoch als in Grundzügen lauffähige Alpha-Fassung vor [1]. Slowroll, eine nur monatlich aktualisierte Tumbleweed-Spielart, und Aeon, ein Desktop-Linux mit Immutable-Dateisystem, ersetzen Leap also nicht: Sie ergänzen es lediglich als Alternativen.
Leap, das dem klassischen, etwa jährlichen Release-Modell von Suse und vielen anderen Desktop-Linux-Distributionen treu bleibt, stand in der Anwendergunst traditionell höher im Kurs als Tumbleweed [2], das per Update wöchentlich neue Softwareversionen einspielt. Seit September 2024 verzeichnet das Dashboard [3] von OpenSuse jedoch mehr Downloads von Tumbleweed als von Leap 15.6, der seit Juni 2024 aktuellen Version (Abbildung 1).

Abbildung 1: Gerüchte um eine neue containerbasierte Systemarchitektur oder gar das Ende von Leap haben die Download-Zahlen zu Gunsten von Tumbleweed verschoben und der Beliebtheit von OpenSuse insgesamt geschadet.
Naheliegende Ursache für diese Verschiebung waren die Gerüchte, die nächste Leap-Ausgabe würde auf der neuen Read-only-Architektur ALP [4] basieren und neue Pakete und Updates ließen sich nur noch mit folgendem Reboot installieren. Viele Anwender gingen davon aus, die neue Architektur würde das System in isolierte Container teilen, was Hobby-Administratoren das Verständnis erschwert hätte. Sogar eine vollständige Einstellung von Leap stand zur Debatte.
Handfest
Inzwischen sind die Arbeiten an der nächsten Leap-Ausgabe 16.0 bis in die Alpha-Phase vorangeschritten. Der Begriff Alpha steht in der Softwareentwicklung für ein Stadium, in dem weder der volle Funktionsumfang erreicht noch ein systematischer Test auf Fehler erfolgt ist, aber doch die Grundgestalt erkennbar zutage tritt, auch für Nichtentwickler.
Leap 16.0 Alpha (Abbildung 2) präsentiert sich in altgewohnter OpenSuse-Systemarchitektur als containerfreies System mit Btrfs-Systempartition. Die Anwendungen stehen wie eh und je als OpenSuse-spezifische, systemweit installierbare RPM-Pakete bereit.

Abbildung 2: Das Root-System ist wie gewohnt eine lesbar eingehängte Btrfs-Partition mit Subvolume für das Home und automatisch angelegten Snapshots (oben Mitte). YaST ist dabei, wenngleich das dem YaST-Software-Modul aufs Haar gleichende Myrlyn schon in den Startlöchern steht.
Wer sich die Entwicklung von Leap 16.0 im von OpenSuse dafür genutzten Build-Service ansieht [5], dem fällt auf, dass die neue Version erstmals nicht mehr die Liste aller enthaltenen Pakete zunächst unverändert als Kopie der Vorgängerversion nutzt. Stattdessen liegt die Aufstellung den Maintainern der einzelnen Pakete zur Abstimmung vor [6].
Das könnte darauf hindeuten, dass Leap 16 weniger native Pakete mitbringt und Anwender verstärkt auf systemübergreifende Flatpak-Pakete [7] angewiesen sind. Ob und in welchem Umfang das im fertigen Produkt der Fall sein wird, lässt sich aus der Alpha-Fassung noch nicht ablesen.
Klar ist indes, dass nicht alles beim Alten bleibt. Die Neuerungen beginnen beim Installer (Abbildung 3), der erstmals nicht mehr wie bei Suse von Anbeginn üblich auf YaST basiert [8]. Altgediente Suse-Anwender wissen, dass sich am Installer seit mehr als einem Jahrzehnt so gut wie nichts verändert hat.

Abbildung 3: Der neue Installer Agama frischt die Optik auf. Nun müssen Sie sich nicht mehr wie beim alten Setup durch Schritte klicken, bei denen Sie die Standardeinstellungen übernehmen.
Das lag nicht zuletzt auch an der starren, kaum mehr zeitgemäßen Basisarchitektur von YaST. Sie setzte alle Funktionen in doppelter Gestalt um, sowohl in der Desktop-Anwendern geläufigen grafischen Form als auch in einer Konsolen-Variante. Der neue Installer basiert dagegen auf Webtechnologie, was ihn auch Softwareentwicklern zugänglich macht, die sich mit YaST nur wenig auskennen.
Er hört auf den klangvollen Namen Agama und deckt den Funktionsumfang des alten YaST-basierten Tools weitgehend ab. Die Entwickler haben allerdings auf eine starre Abfolge zahlreicher Schritte in einem Wizard-Interface verzichtet. Durchschnittsanwendern, die ohnehin nur Standardeinstellungen abnicken wollen, dürfte das entgegenkommen.
Handlich
Nach dem Start des neuen Agama-basierten Installationsmediums erscheint zunächst ein Auswahlmenü mit Leap, MicroOS, Slowroll und Tumbleweed als Optionen. Der folgende Overview-Bildschirm zeigt links die Vorauswahlen für die Sprache und den Installationsort sowie die Größe der Installation bei der vorausgewählten Software. Im Moment umfasst das lediglich ein Grundsystem ohne Desktop.
Schon jetzt lässt sich im Menüpunkt Software wie im alten Installer die Desktop-Umgebung bestimmen. In der Alpha-Version stehen Gnome, KDE und mit dem Basic Desktop eine auf IceWM basierende minimale grafische Umgebung zur Wahl. Zusätzlich gibt es nicht vorausgewählte Base Technologies (im Moment verschiedene YaST-Komponenten).
Auch das scheint nicht in Stein gemeißelt, denn Suse schickt sich an, YaST komplett zu ersetzen: Aus denselben Gründen wie der YaST-basierte Installer hat die einst als Alleinstellungsmerkmal gepriesene Systemverwaltungssoftware seit über zehn Jahren kaum noch Pflege erfahren. Viele ihrer Funktionen sind obsolet: Drucker verwalten heute Desktop-Umgebungen direkt, moderne USB-Scanner funktionieren direkt nach dem Anschließen und die Festplattenpartitionierung beherrschen Werkzeuge wie Gparted besser. Die Firewall, die Benutzerkonten und den Start von Diensten verwaltet das webbasierte Cockpit (Abbildung 4). Bleibt noch das nach wie vor hervorragende YaST-Modul Software: Das hat einer der ursprünglichen YaST-Entwickler bereits als eigenständige Anwendung namens Myrlyn herausgelöst [9], ohne die Funktion zu verändern.

Abbildung 4: Die seit Leap 15.6 verfügbare webbasierte Systemmanagementsoftware Cockpit übernimmt vom in die Jahre gekommenen YaST Managementaufgaben wie Benutzerverwaltung und Netzwerkeinrichtung inklusive Firewall.
Noch einmal zurück zum Installer: Im noch holprig übersetzten Menüpunkt Speicherung wählen Sie in der Rubrik Installation Device eine bestimmte Platte für die bei OpenSuse standardmäßig vorgesehene Btrfs-Systempartition, die Root und Home als Subvolumes enthält. Alternativ verketten Sie mehre Partitionen auf beliebig vielen Speichergeräten zu einem LVM-Verbund und erstellen so eine Systempartition, die den Speicherplatz mehrerer Festplatten nutzt.
Wünschen Sie stattdessen separate Home- und Systempartitionen, fügen Sie nach Ausklappen der Rubrik Partitionen und Dateisysteme eine neue Partition für /home oder einen beliebigen anderen Einhängepunkt hinzu. Die Größe der manuell hinzugefügten Partitionen lässt sich entweder exakt oder als Bereich zwischen einem Minimum und Maximum festlegen. Ein Maximum von 0 bedeutet dabei “so groß wie möglich” und erleichtert es, den Speicherplatz bis zum letzten Byte zu verteilen.
Für den Umgang mit bestehenden Linux- oder Windows-Partitionen gibt es endlich ein intuitiv bedienbares Interface: In der Rubrik Aktionen sehen Sie zunächst eine Warnung vor destructive actions; ein Blick auf den Link Geplante Aktionen zeigt, welche Partitionen der Installer löscht und neu anlegt.
Über den Schalter Ändern weisen Sie den Installer an, bestehende Partitionen entweder generell zu löschen (Standardeinstellung), sie zu verkleinern oder ohne jegliche Veränderungen nur den freien Speicherplatz zu verwenden. Fein abgestufter lassen sich individuelle Einstellungen über die Option Benutzerdefiniert umsetzen. Hier können Sie für jede bestehende Partition gesondert wählen, ob die Installation sie löschen, verkleinern oder unangetastet lassen soll (Abbildung 5).

Abbildung 5: Besonders handlich gibt sich der neue Installer Agama bei der Festplattenpartitionierung: Auf intuitive Weise geben Sie an, welche bestehende Partitionen Sie löschen, verkleinern oder unverändert lassen möchten.
Ein Klick auf Encryption sorgt für die Verschlüsselung des gesamten gewählten Partitionslayouts. Das frühere Ärgernis, dass OpenSuse-Anwender das Passwort beim Systemstart zweimal eingeben mussten, entfällt damit.
Einfacher Einstieg
Der neue Installer bietet nicht mehr als der alte, sondern ersetzt nur das alte Wizard-Interface mit seinen zahlreichen Schritten, bei dem neue Anwender nie wissen konnten, was als Nächstes folgt. Stattdessen bietet er eine übersichtliche Oberfläche mit maximal einer Hierarchieebene. Die modernisierte Optik schadet der Akzeptanz bei OpenSuse-Einsteigern sicher ebenfalls nicht.
Allerdings müssen Erstanwender eine Weile nach der Möglichkeit suchen, die Installation mit den vorgenommenen Einstellungen vorzunehmen: Dieser Schritt erfordert eine Rückkehr zum Punkt Übersicht. Dort zeigt sich – nach dem zwingend erforderlichen Anlegen der Benutzerkonten – statt einer Aufforderung ein aktiver Button Installieren.
Es wäre wohl intuitiver gewesen, für den eigentlichen Start der Installation einen weiteren Punkt Installation starten anzuhängen oder die Übersicht ans Ende des Hauptmenüs zu verschieben. Doch der eigentliche Bonus des neuen Installers liegt darin, dass er sich sehr viel leichter anpassen lässt als der alte auf Basis des speziellen YaST-Frameworks.
Der Installer ist der erste Berührungspunkt neuer Anwender mit einer Distribution. Es bleibt zu hoffen, dass die Neufassung dazu beiträgt, möglichst viele ehemalige Windows-10-Anwender zu erreichen, die sich Ende 2025 auf die Suche nach einem neuen Betriebssystem begeben werden.
Doch nach der Installation zählt nur noch, was das System selbst seinen Anwendern bietet. Auch hier präsentiert sich Leap 16.0 Alpha in gutem Zustand: Es hat nicht nur die aktuelle KDE-Plasma-Version 6.2 mit an Bord, sondern auch das ebenfalls taufrische Gnome 47. Beide Desktops bieten im Vergleich zu den Versionen in Leap 15.6 deutliche Verbesserungen: Plasma 6 (Abbildung 6) entsorgt diverse Altlasten, wie einen Mauszeiger, der auf semitransparenten Desktop-Elementen Schlieren hinterlässt.

Abbildung 6: KDE Plasma 6 überwindet einige technische Hypotheken von KDE 5, ändert sonst aber nur Details. Dazu zählen die Systemeinstellungen (links oben), die Softwareverwaltung Discovery (links unten) und der Dateimanager (rechts unten).
Die Wayland-Unterstützung, bei der KDE im Vergleich zu Gnome lange im Rückstand war, darf man endlich mit Fug und Recht als vollständig bezeichnen, auch für Nvidia-Grafikkarten. Plasma 6.2 nutzt das sogenannte Explicit Sync neuer Ausgaben des Nvidia-Treibers. Das verhindert ein Flackern oder Fehldarstellungen von Teilen der Oberfläche in Anwendungen, die unter Wayland noch auf den X11-Kompatibilitätsmodus angewiesen sind.
Die KDE-Entwickler hatten nach dem dieses Mal nicht ganz so umfangreich ausfallenden Versionssprung von Plasma 5 auf 6 zwei Minor-Versionen und zahlreiche Bugfix-Releases Zeit, um Probleme auszubügeln. Die Version 6.2.2 in Leap 16.0 Alpha liefert eine gute Basis für den Umstieg von Plasma 5 auf 6 und von X11 auf Wayland.
Die Veränderungen zwischen einzelnen Gnome-Versionen fallen eher geringer aus als bei KDE. Erwähnenswert sind mit Gnome 47 neu hinzugekommene, von KDE schon länger bekannte Akzentfarben, mit denen Anwender das Farbschema der Desktop-Oberfläche mit wenigen Klicks verändern (Abbildung 7). Die neu gestalteten Dialoge Öffnen und Speichern der Gnome-Anwendungen bringen nun eine globale Suchfunktion mit. Sie können also direkt nach Dateien suchen, die Sie in der Ordnerhierarchie nicht finden, statt dafür wie bisher zum Dateimanager zu wechseln. Generell sorgt der neue Aufbau der Dialogfelder für eine bessere Bedienbarkeit per Tastatur.

Abbildung 7: Im aktuellen Gnome 47 wählen Sie die Akzentfarbe unabhängig vom Theme. Die verbesserte Suchfunktion taucht nun praktischerweise auch in den Öffnen-Dialogfeldern auf.
Baustelle
Das Grundsystem von Leap Alpha 16.0 wartet also mit aktuellen Desktop-Versionen auf, aber das ist nur die halbe Miete. Mindestens ebenso wichtig sind zahlreiche aktuelle, direkt über den Paketmanager installierbare Anwendungen. Darüber lässt sich allerdings beim derzeitigen Entwicklungsstand noch keine endgültige Aussage machen.
Gegenwärtig enthalten die Standard-Repositorys von Leap 16 gut 32 400 Pakete, im Vergleich zu knapp 44 700 bei Leap 15.6. Unter Leap 16.0 fehlen unter anderem noch die Textverarbeitung Abiword, das 3D-Programm Blender, der E-Book-Reader Calligra, Spiele wie Flightgear, zahlreiche Perl-, Python- und Ruby-Pakete, der Browser Opera und Desktop-Umgebungen wie Budgie und Cinnamon.
Für fehlende Pakete in frühen Entwicklungsphasen gibt es viele Gründe. Der naheliegendste: Es war einfach noch nicht genug Zeit, die beim Paketbau in neuen Softwareumgebungen immer auftretenden Probleme auszuräumen.
Die OpenSuse-Entwickler benutzen den von Suse entwickelten Webdienst Open Build Service. Er verwendet das zum RPM-Paketsystem gehörige Tool Rpmbuild, um aus dem Quellcode eines Programms und einer Steuerdatei (Spec-Datei) ein RPM-Paket mit dem kompilierten, ausführbaren Programm zu bauen. Neben den Befehlen zum Kompilieren des Quellcodes (oft der Dreischritt ./configure, make, make install) enthalten Spec-Dateien weitere Daten wie Paketversionen, Abhängigkeiten oder einen beschreibenden Text. Diese erzeugten Pakete können Sie dann per Paketverwaltung installieren und das enthaltene Programm starten.
Eine wichtige Funktion des Build-Service besteht darin, automatisch einen Paketneubau anzustoßen, sobald eine der Abhängigkeiten in einer neueren Version vorliegt. Der Dienst automatisiert die Kettenreaktion von Rebuilds aller Dependencies eines veränderten Pakets, inklusive der Abhängigkeiten dieser Abhängigkeiten und so weiter. Er erleichtert so die sukzessive Auffrischung eines großen Paketbestands wie den der künftigen Leap-Pakete. Außerdem bietet er Funktionen zur Kommunikation im Entwicklerteam.
Abbildung 8 zeigt den gegenwärtigen Zustand des Projekts openSuse Leap 16 mit 696 build errors und 1404 open requests. Bei den Requests handelt es sich zum Beispiel um Bitten, Pakete auf aktuellere Versionen aus Tumbleweed zu aktualisieren oder neue Pakete aufzunehmen. Kurz: Es wird gehobelt, also fallen Späne.

Abbildung 8: Die Entwicklung neuer OpenSuse-Distributionen findet auf einem von Suse entwickelten Webdienst statt, dem Open Build Service.
Die Abkürzung SLFO steht für Suse Linux Enterprise Framework One. Dabei handelt es sich schlicht um den neuen Namen für die bisherige Adaptable Linux Platform (ALP). Dahinter steht seit Ende 2022 der Plan der Enterprise-Sparte, das Flaggschiff SLE (Suse Linux Enterprise) als Allround-Distribution für Serveraufgaben und sogar den Desktop aufzugeben und durch eine schlanke, containerbasierte Laufzeitumgebung zu ersetzen. Damit drohte die Basis für Leap wegzubrechen, denn die Masse seiner Pakete stammte aus SLE.
In der ALP-Architektur sollten die eigentlichen Nutzanwendungen als sogenannte Workloads in Containern isoliert und auch in ihren Paketabhängigkeiten voneinander entkoppelt laufen. Diese Architektur steigert nicht nur die Sicherheit, sondern gestattet es darüber hinaus, Anwendungen unterschiedlichster Aktualität parallel auf einem System zu installieren. Wegen der Paketabhängigkeiten gelingt das auf traditionellen Linux-Systemen nur schwer oder ist sogar unmöglich. Zudem sieht ALP vor, die Root-Partition nur lesbar einzuhängen. Frisch installierte Software und Aktualisierungen landen in einem neuen System-Snapshot, den erst ein Reboot aktiviert.
Die containerbasierte, wegen ihres Read-only-Dateisystems immutabel (unveränderlich) genannte Architektur kommt Serveranwendungen entgegen. Beim Durchschnittsnutzer, der nach wie vor das traditionell aufgebaute Leap bevorzugt, ist sie aber offensichtlich nicht angekommen.
Tatsächlich besteht aber in der Enterprise-Welt trotz eines florierenden Verkaufs der wie beschrieben aufgebauten Enterprise-Distribution Suse Linux Micro [10] nach wie vor Bedarf für eine breit aufgestellte Server- und Desktop-Distribution. Suse kündigte im Dezember 2024 entgegen der ursprünglichen Pläne eine SLES-Version 16 [11] an und verlängerte gleichzeitig die Laufzeit der noch aktuellen SLES-Ausgabe 15 bis ins Jahr 2037.
In der Ankündigung von SLES 16 betont Suse nun ausdrücklich, dass SLES und OpenSuse MicroOS parallel fortbestehen sollen – ganz so wie Leap, Tumbleweed und die neu hinzugekommenen Varianten Slowroll, Aeon und Kalpa in der freien OpenSuse-Welt.
Fazit
Bleibt also bei Leap alles beim Alten? Offenbar mehr, als man vor eineinhalb Jahren hätte glauben können. Leap wird nicht immutabel, es behält seine bekannte Architektur und Ausrichtung. Das belegen nun nicht mehr nur Absichtserklärungen [12], sondern ein wie eh und je aufgebautes, in seinen Grundzügen schon lauffähiges Leap-16-System.
Ein Blick auf die Leap-Alternativen Tumbleweed, Slowroll und Aeon lohnt sich für Leap-Anwender durchaus. Doch wenn Sie sich mit Leap mit seinen konstanten Anwendungsversionen und dem problemfreien Betrieb zwischen den Distributionsaktualisierungen wohlfühlen, besteht kein Handlungsbedarf: Sie können zuversichtlich auf das Kontinuität versprechende Release 16.0 gegen Ende 2025 warten. (uba)
Infos
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Leap 16.0 Alpha: https://get.opensuse.org/de/leap/16.0/
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Tumbleweed: https://en.opensuse.org/Portal:Tumbleweed
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Download-Zahlen für OpenSuse: https://metrics.opensuse.org/d/osrt_access/osrt-access?orgId=1&from=2020-01-15T09:44:52.954Z&to=2025-01-15T09:44:52.954Z&var-frequency=month&var-product=tumbleweed&viewPanel=panel-17
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Leap 16.0 im Build Service: https://build.opensuse.org/project/show/openSUSE:Leap:16.0
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Staging-Bereich von Leap 16: https://build.opensuse.org/staging_workflows/openSUSE:Leap:16.0
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Flatpak: https://flatpak.org
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Suse Linux Micro: https://www.suse.com/de-de/products/micro/
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Ankündigung von SLES 16: https://www.suse.com/c/suse-linux-enterprise-server-16/
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Erste Ankündigung von Leap 16.0: https://news.opensuse.org/2024/01/15/clear-course-is-set-for-os-leap/





