Aufgeteilt

Aus LinuxUser 11/2018

Aufgeteilt

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Software-News in dieser Ausgabe findet sich ein praktisches Tool mit dem Namen Natrix. Es hilft dabei, die Adressen von Netzwerksegmenten zu berechnen. Das brauchen doch nur Admins in Rechenzentren? Mitnichten. Der Autor nennt gleich ein Beispiel, das viele von Ihnen vermutlich jetzt schon oder in naher Zukunft betrifft: das Internet der Dinge.

Die intelligenten Kühlschränke mit Twitter-Account und Mixer mit Web-Interface haben eigentlich ab dem ersten Moment Misstrauen geweckt, das sich dann in vielen Fällen leider bestätigt hat. Neben offenen Ports und unkontrolliertem Datenverkehr bereitet vor allem die oft schlampige Update-Strategie der Hersteller vielen Benutzern Sorgen.

Um also die wichtigen Geräte im heimischen Netz nicht zu gefährden, sperren sicherheitsbewusste Heim-Admins Kaffeemaschine, Toaster und Kühlgerät in ein eigenes Sub-Netz. Das klingt erstmal gut, braucht aber eben auch die richtige Hardware.

Die meist von den Providern bereitgestellten Geräte sind jedoch zum Teil derart veraltet, dass eine moderne Infrastruktur in den eigenen vier Wänden damit schon lange nicht mehr möglich ist. Jahrelang haben die Unternehmen sich allen Wünschen der Anwender widersetzt, eigene Hardware am Endpunkt in der Wohnung zu betreiben.

Wer unzufrieden mit der Technik war, musste ein zweites Gerät hinter den Zwangsrouter hängen – auf eigene Kosten selbstverständlich. Mittlerweile dürfte man die Hardware tauschen, viele bleiben aber bei gestellten Geräten – teils aus Bequemlichkeit, teils aus Unwissenheit.

Mit dem Aufkommen von Mini-Rechnern, wie dem Raspberry Pi, hat sich die Situation nochmal verändert. Ein Single Board Computer eignet sich aufgrund seines geringen Verbrauchs durchaus als separater Access Point. Und bei Bedarf übernimmt er noch zusätzliche Funktionen, wie unser Artikel in dieser Ausgabe ab Seite 76 zeigt.

Besser als ein zusätzliches Gerät im Netz wäre aber eine grundsätzliche Lösung: ein Upgrade der Hardware am Netzzugang auf ein zeitgemäßes Niveau. Das kostet jedoch Geld. Nachdem die Politiker allerdings gerade im Rahmen des Abgas-Skandals über Prämien und Förderungen nachdenken, um Fahrverbote zu verhindern, sei mal eine Abwrackprämie für alte Router in den Raum gestellt. Davon könnten Industrie und Anwender gleichermaßen profitieren und die Infrastruktur in Deutschland damit moderner und unter Umständen sogar etwas sicherer gemacht werden.

Eventuell holen Sie sich mit einem Gerät der nächsten Generation sogar ein Stück Software ins Haus, das wir Ihnen schon in diesem Schwerpunkt vorstellen: den iNet Wireless Daemon. Der stark verschlankte Ersatz für WPA-Supplicant zielt nämlich gerade auf Embedded-Geräte wie Router ab. Wir zeigen schon heute, wie er funktioniert.

Eine Bemerkung noch in eigener Sache: Wie Sie beim Blick ins Inhaltsverzeichnis vielleicht gemerkt haben, gibt es ab dieser Ausgabe eine neue Rubrik mit dem Namen “EasyLinux”. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass mit der Einstellung unserer Schwesterzeitschrift deren Abonnenten ab jetzt den LinuxUser erhalten.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie in Zukunft weniger bekommen, sondern dass wir den Umfang um acht Seiten erhöhen. Sie finden darin Beiträge, die mit Tipps und Tricks sowie einsteigertauglichen Themen die Arbeit mit Linux begleiten – ein Gewinn für alle Seiten, wie wir meinen.

Ich möchte alle neu hinzugekommenen Leser ganz herzlich begrüßen und wünsche Ihnen wie unseren Stammlesern viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe.

Herzliche Grüße

Andreas Bohle

Stellv. Chefredakteur

DIESEN ARTIKEL ALS PDF KAUFEN
EXPRESS-KAUF ALS PDF
LinuxUser 11/2018 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE
ABONNEMENTS
TABLET & SMARTPHONE APPS
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr, enthaltene Informationen sind möglicherweise veraltet.

0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben