Design-Laptop HP Pavilion dv6 3051sg

Aus LinuxUser 10/2010

Design-Laptop HP Pavilion dv6 3051sg

© Linux New Media AG

Günstiges Früchtchen

Mit edlen Materialien und schickem Design will HP seine Mobilrechner der Serien Pavilion und Probook von der Konkurrenz abheben. Das Pavilion dv6 3051sg vermittelt einen ersten Eindruck – und bietet knackige Technik zum kleinen Preis.

Beim Pavilion dv6 handelt es sich nicht nur um einen der ansehnlichsten Vertreter der neuen Serie, das Notebook bietet auch unter der Haube Attraktives: den neuen Mobile Phenom II X4 P920, AMDs ersten mobilen Quadcore. Als Hauptargument für den Erwerb des schicken Laptops erweist sich jedoch der budgetschonende Preis: Für gerade einmal 760 Euro ermöglicht es dem interessierten Käufer dank des günstigen AMD-Prozessors nun den Einstieg in die Quadcore-Klasse. Dabei weiß das Pavilion dv6 auch in Sachen Hardware durch weitaus mehr als nur die Vierkern-CPU zu gefallen.

Ausstattung

Schon beim Auspacken sorgte das Pavilion dv6 3051sg [1] für einen kleinen Auflauf im Testlabor, kann der schicke 15-Zoll-Laptop doch die Inspiration durch Apple kaum verleugnen. Die beleuchtete schwarze Tastatur (Abbildung 1) weist quadratische, nicht abgeschrägte Tasten auf, getrennt durch Stege. Auf ein Sammelsurium bunt verteilter dedizierter Multimediatasten hat HP verzichtet, lediglich ganz am linken Rand finden sich vier Schnellstartknöpfe in unauffälliger Tastaturoptik – so ein reduzierter Ansatz war bisher Apples Domäne. Bei anderen Herstellern dagegen galt bis dato stets die Maxime: Mehr Knöpfe suggerieren mehr Funktionalität.

Abbildung 1: Die dezente, aber zum Schreiben bei schlechten Lichtverhältnissen sehr praktische Hintergrundbeleuchtung der Tastatur schalten Sie ganz nach Bedarf an oder aus.

Abbildung 1: Die dezente, aber zum Schreiben bei schlechten Lichtverhältnissen sehr praktische Hintergrundbeleuchtung der Tastatur schalten Sie ganz nach Bedarf an oder aus.

HPs neues Designerstück wiegt mit 2,5 Kilogramm deutlich weniger als andere Quadcore-Laptops und etwa genauso viel wie ein 15-Zoll-Macbook-Pro. Mit einer Höhe zwischen 3,2 und 3,6 Zentimeter und den Maßen 378 x 245 Millimeter gerät es allerdings jeweils rund einen Zentimeter dicker und breiter als ein Macbook Pro. Dies fällt jedoch kaum unangenehm auf (Abbildung 2).

Abbildung 2: Schlank und mit attraktivem Design: Das HP Pavilion dv6 3051sg macht mit seiner Oberfläche aus gebürstetem Aluminium auch zugeklappt eine gute Figur.

Abbildung 2: Schlank und mit attraktivem Design: Das HP Pavilion dv6 3051sg macht mit seiner Oberfläche aus gebürstetem Aluminium auch zugeklappt eine gute Figur.

Die Oberseiten des Gehäusedeckels und die Oberschale sowie den Rand fertigt HP (ähnlich wie Apple beim Macbook Pro) aus fingerabdruckresistenten und sehr kratzfestem gebürstetem Aluminium. Wem das nicht zusagt, kann den Mobilrechner aber alternativ auch in Schwarz ordern. Bei beiden Modellen überzieht ein dezentes, per Laser graviertes Linienmuster das Gehäuse (Abbildung 3). Auf dem Deckel außen prangt unten rechts ein HP-Logo, das beim Betrieb durch die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms angestrahlt wird – auch hier lässt Apple wieder grüßen.

Abbildung 3: Die Außenhaut aus gebürstetem Aluminium ziert ein lasergraviertes Muster.

Abbildung 3: Die Außenhaut aus gebürstetem Aluminium ziert ein lasergraviertes Muster.

Ein Makel findet sich aber doch: Für die Unterseite spendierte HP dem dv6 nur eine Hülle aus dem sattsam bekannten aufgerauten Plastik. Bei anderen Laptops, wie etwa dem Netbook Mini 210, zeigt sich der Hersteller konsequenter und führt das Hüllendesign auf der Unterseite fort. Trotz des etwas lieblosen Plastikbauchstücks wirkt das Pavilion dv6 sehr edel und gut verarbeitet – nur die schwer entfernbaren, hässlichen AMD/ATI/Windows-Sticker stören das Gesamtbild.

Das randlose 15,6-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1366×768 Pixeln spiegelt – und erweist sich somit (inklusive Rand) als Fingerabdruck-Magnet, immerhin als einziger des Geräts: Selbst das Trackpad gibt sich nahezu immun gegen Fingertapser. Das Display besitzt einen guten Betrachtungswinkel und satte Farben, könnte allerdings noch etwas heller ausfallen. Ein Verschlussmechanismus existiert zwar nicht, dennoch lässt sich das Display aufgrund der straffen Gegenfederung nicht mit einer Hand öffnen.

Innere Werte

Nicht nur optisch, sondern auch in Sachen interne Ausstattung muss sich das mit Windows 7 Home Premium (64 Bit) ausgelieferte Gerät nicht verstecken: 4 GByte RAM in zwei Speichersockeln (maximal 8 GByte) und eine 320-GByte-Festplatte (7200 Umdrehungen pro Minute) gibt HP dem Edelgerät mit auf den Weg. Für die Grafik kommt einerseits eine stromsparende integrierte Variante zum Einsatz (Radeon HD 4250 im RS880M-Chipsatz), daneben beherbergt das System aber auch eine per PowerXpress umschaltbare dedizierte Grafikeinheit des Typs Radeon HD 5650 mit 1 GByte Video-RAM.

Als CPU kommt in unserem Testgerät AMDs neuer Mobile Phenom II X4 P920 Quadcore mit 1,6 GHz Taktrate zum Zug. Beim Prozessor dürfen Sie übrigens wählen: Ersetzen Sie den Quadcore durch einen mit 2,8 GHz getakteten Mobile Phenom Dualcore, dann sparen Sie noch einmal 90 Euro am Kaufpreis ein. Darüber hinaus bietet HP auch – allerdings teurere – Varianten mit Intel Core i3, i5 und i7 an.

Die integrierten Funkinterfaces erschöpfen sich in einem WLAN-Adapter nach 802.11 Draft-N – Bluetooth oder einen SIM-Kartenslot sucht man beim Pavilion dv6 vergebens. Als optisches Laufwerk verbaut HP einen DL-DVB-Brenner mit Lightscribe [2]. Die integrierte Webcam bietet zwar nur magere 0,3 Megapixel Auflösung, liefert aber dennoch ein helles und sattes Bild, das jedoch leichte Schärfungsartefakte aufweist. Das Gerät verfügt über einen Fingerabdruckscanner sowie ein recht großes Clickpad mit Bereichsmarkierungen für linke und rechte Maustaste (Abbildung 4).

Abbildung 4: Tastenlos: Auf dem multitouchfähigen Clickpad des Pavilion dv6 markiert ein Aufdruck die Bereiche für linke und rechte Maustaste.

Abbildung 4: Tastenlos: Auf dem multitouchfähigen Clickpad des Pavilion dv6 markiert ein Aufdruck die Bereiche für linke und rechte Maustaste.

An Anschlüssen bietet der Pavilion dv6 – bis auf eine angenehme Ausnahme – das Übliche: VGA, GBit-Ethernet, HDMI, 5-in-1-Kartenleser für SD/MMC/MS/MS-Pro/xD und Audioklinke in/out (Abbildung 5). Daneben bringt das Notebook nicht weniger als vier USB-2.0-Ports mit – wobei einer als kombinierte USB-2.0/eSATA-Schnittstelle funktioniert, die eSATA II und damit Transferraten bis zu 300 MByte/s unterstützt. Die USB-Ports erwiesen sich bei Auslieferung als etwas eng und schwergängig. wir mussten sie vor Benutzung erst durch wiederholtes Ein- und Ausstecken etwas ausleiern.

Abbildung 5: In Sachen Anschlussausstattung lässt der HP Pavilion dv6 nichts zu wünschen übrig.

Abbildung 5: In Sachen Anschlussausstattung lässt der HP Pavilion dv6 nichts zu wünschen übrig.

Schnell ins WWW

HP liefert das Gerät mit vorinstalliertem “Quickweb”, einem Splashtop-basierenden Linux von DeviceVM. Das lädt der Pavilion dv6 nach dem Einschalten in wenigen Sekunden aus dem BIOS-Flash-ROM.

Das Schnellstart-Linux bietet einen erstaunlichen Funktionsumfang: Es integriert Unterstützung für PPPoE-DSL, normales Ethernet und WLAN, erlaubt das Surfen im Netz inklusive Flash und Java, spielt Musik ab und verwaltet diese in Playlisten, ermöglicht das Telefonieren und Chatten mit Skype oder AIM, Google Talk, MSN und Yahoo Messenger und speichert Downloads auf USB-Stick oder SD-Karte zu speichern. Daneben betrachten, bearbeiten, verwalten und präsentieren Sie mit Quickweb auch Fotos von der Festplatte, USB oder der Kamera.

Der integrierte Mailclient kommt problemlos mit Webmail-Anbietern wie GMail, Yahoo oder Windows Live Hotmail klar. Auch einen schnellen Blick in den Terminkalender (Google, Windows Live Calendars) erlaubt die Software.

Einsatz mit Ubuntu

Um das Pavilion dv6 überhaupt von DVD booten zu können, gilt es zunächst Quickweb zu deaktivieren, was Sie wahlweise im BIOS, in Quickweb selbst oder unter Windows erledigen. Ärgerlicherweise hat HP bei der Vorinstallation alle vier verfügbaren primären Partitionen schon belegt: Zur normalen Windows-Partition (NTFS), einer Recovery-Partition (NTFS) und einer eigenen kleinen FAT32-Partition für HPs Recovery-/Firmware-Update-Programm und Quickweb gesellt sich eine kleine Alignment-Partition am Anfang der Festplatte. Es bietet sich an, Recovery-DVDs zu erstellen und anschließend die Recovery-Partition zu löschen, um so Platz für eine erweiterte Partition zu schaffen, auf der sich dann Linux installieren lässt.

Im Test mit Ubuntu 10.04 “Lucid Lynx” funktionierte fast die gesamte Hardware ohne weiteres Zureden auf Anhieb: Sound, Webcam, WLAN, Ethernet, eSATA sowie sämtliche Sonder- und Multimediatasten arbeiteten einwandfrei. Neben dem von Fprint nicht unterstützten Fingerabdruckscanner des Pavilion  dv6 gibt es eigentlich nur zwei Problemkandidaten: Die Grafik und das Touchpad. Die Grafik funktionierte nach Installation des ATI-Treibers über Ubuntus Hardware-Assistenten beinahe reibungslos (inklusive Suspend-to-RAM/Disk, was mit dem freien Radeon-Treiber nicht klappte). Zunächst ließ sich allerdings die Bildschirmhelligkeit nicht regulieren, erst die Installation des neuesten Treibers von Ati.com behob das Problem.

Doch das alles galt leider nur für die Chipsatzgrafik: Trotz viel Gefrickels verweigerte die dedizierte Radeon-HD5650-GPU jede Reaktion, obwohl sowohl aticonfig --list-adapters als auch lspci sie erkannten. Desktops bieten im BIOS die Möglichkeit, die Chipsatzgrafik zu deaktivieren; beim dem (wie für Laptops üblich) stark reduzierten BIOS des Pavilion dv6 fehlen jedoch jegliche Grafik-Optionen. Wir fragten bei ATI nach, wie es denn in Sachen PowerXpress-Unterstützung für Linux aussehe, und bekamen zur Antwort, dass diese geplant sei und “bald” komme. Bis dahin gilt es mit der Chipsatzgrafik Vorlieb zu nehmen, die zwar einwandfrei und stromsparend funktioniert, jedoch Performance vermissen lässt.

Angetatscht

Auch das Touchpad erwies sich als störrisch. Es entstammt der neuen Multitouch-Clickpad-Generation von Synaptics, die auch in anderen aktuellen HP-Laptops zum Einsatz kommt. Da hier lediglich bestimmte Bereiche auf dem Touchpad als Maustasten fungieren, klappt das Klicken in älteren Linux-Versionen gar nicht.

Bei aktuellen Distributionen wie Ubuntu 10.04 funktioniert das Klicken zwar – aber nur dann, wenn man vor dem Klick den Finger vom Trackpad nimmt. Das verkompliziert die Bedienung und mach ein Ziehen und Fallenlassen zum Geduldspiel. Ein simulierter mittlerer Mausklick durch einen Druck auf linke und rechte Maustaste gleichzeitig erweist sich damit als unmöglich. Obendrein springt der Mauszeiger gerne mal ganz nach links, sobald das Clickpad zwei Finger gleichzeitig auf dem Trackpad registriert.

Synaptics selbst hat zwar die SGS-L (“Synaptics Gesture Suite Linux”) im Programm, behält diese aber ausschließlich OEMs vor, die Linux auf ihren Laptops vorinstallieren. An einem aktualisierten Open-Source-Treiber und entsprechenden X.org-Patches arbeitet die Community immerhin schon. Die entsprechende Beta funktionierte im Test schon einwandfrei, inklusive Multitouch (etwa Zwei-Finger-Scrolling) und dem HP-typischen, durch Doppelklick auslösbaren Touchpad-Schalter oben links. Vor der Veröffentlichung des Open-Source-Treibers haben die Entwickler allerdings noch einige Patentfragen mit Synaptics zu klären. Wie uns der Touchpad-Spezialist auf Anfrage mitteilte, sieht er Linux-Unterstützung als sehr wichtig an und will zumindest einen Binary-Treiber veröffentlichen.

Einsatz mit OpenSuse

Auch mit OpenSuse 11.3 funktioniert zwar ein Großteil der Hardware vom Start weg, aber das Chamäleon-Linux erkennt das WLAN nicht. Auch der ATI-Treiber ließ sich hier nicht einrichten. Zwar gibt es ATI-Repositories für OpenSuse 11.3, die sich durch Eintrag der URL in YaST einbinden lassen, doch der Treiber verweigert schlicht den Dienst. Selbst nach der Installation des Treibers direkt von Ati.com sahen wir nur einen schwarzen Bildschirm. Mit dem Open-Source-Treiber funktionieren (wie schon unter Ubuntu) weder Schlafmodus noch Helligkeitsregelung. Außerdem gibt sich der Laptop auch unter wenig Last deutlich lauter: Es fehlen zum leisen Betrieb wohl einige Energiesparfeatures.

Anders als unter Ubuntu funktioniert der Touchpad-Treiber unter OpenSuse, aber auch hier nicht ganz ohne Probleme: Zwar klappen das Klicken mit dem Finger sowie Drag & Drop, aber dafür beobachteten wir ein anderes Fehlverhalten: Solange ein Finger auf dem Mausbutton ruht, springt der Mauspfeil beim Neuansetzen des Fingers wieder an die ursprüngliche Ausgangsposition zurück. Das Verhalten entspricht der Stiftbedienung eines Wacom-Tabletts, bei der die Position des Stifts auf dem Tablet der absoluten Position auf dem Bildschirm entspricht.

Leistung

Der mit nur 25 Watt spezifizierte Phenom II X4 P920 braucht zwar nicht viel Strom, geht aber dafür aber auch etwas gemächlich zu Werke (siehe Tabelle “CPU-Benchmarks”). Er verfügt lediglich über vier mal 512 KByte L2-Cache, der leistungssteigernde L3-Cache der Desktop-Phenoms fehlt. In den Multithreading-Tests unserer Benchmarksuite lieferte die CPU immerhin zwischen 18 und 33 Prozent mehr Leistung als ein Turion II X2 Ultra (2,4 GHz), musste sich diesem bei den Singlethread-Tests jedoch geschlagen geben. Im Gesamtergebnis unterscheiden sich die beiden CPUs kaum.

Eine Selbstübertaktungsfunktion für einzelne Kerne, wie sie Intel im Mobile Core i7 verbaut, würde auch dem Phenom II X4 sehr gut zu Gesicht stehen, da die meisten Programme nach wie vor nur einen Kern auslasten. Im Desktop-Bereich stellte AMD beim Phenom II X6 mit “TurboCore” gerade etwas Ähnliches vor – bei den Notebooks sollte es also auch nicht mehr lang dauern. Ein Core i7 720QM mit ebenfalls 1,6 GHz Basistakt, aber Turbo-Selbstübertaktung bis zu 2,8 GHz bringt insgesamt 42 Prozent mehr Leistung als der Phenom II X4 P920. Intels schnellen Quadcore gibt es auch in der 3012eg-Version des Pavilion dv6 – die kostet allerdings auch 240 Euro mehr als unser Testgerät.

Die Leistung der GPU (Radeon HD 5650, 400 Stream-Prozessoren) konnten wir unter Linux mangels PowerXpress-Support nicht testen. Die OpenGL-4.0-fähige GPU findet sich bei Windows-Tests jedoch im oberen Leistungssegment – keine Top-Mobil-GPU, aber eine mit ordentliche Leistung. Was die Chipsatzgrafik (40 Stream-Prozessoren) angeht, so bleibt anzumerken, dass deren Grafikpower in unserem LUbench-GPU mit 1522 Punkten der einer Radeon HD 4200 (Desktop) entspricht – immerhin zumindest unter Linux deutlich schneller, als alles, was Intel zu bieten hat.

CPU-Benchmarks

  Kompilieren (Files/s) Encoding (Faktor / Frames/s)     Kompression (MByte/s)     Raytracing (Pixel/s)   1080p-H.264-Replay (fps)
  Compilebench OGG MP3 x264 Bzip2 7zip Rar Povray Yafray Mplayer LUbench-Wert
Mobil
Core i7 720QM 4×1,6 GHz+ 643 23,2x 10,6x 10,5 5,7 2,4 5,3 2413 2912 181 375
Core 2 Quad 4×2 GHz 457 28,6x 13,6x 8,8 6,6 2,8 4,3 2155 2349 148 339
Turion II X2 Ultra 1×2,4 GHz 576 28,8x 13,4x 5,1 6,7 2,4 3,9 1235 1408 89 271
Core 2 Duo 2×2,1 GHz 506 28,2x 13,2x 4,7 7,2 2,4 3,9 1141 1468 81 264
Phenom II X4 P920 4×1,6 GHz 611 19,4x 8,9x 6,7 4,7 1,9 3,1 1642 1656 111 264
Neo 1×1,6 GHz 487 16,8x 7,4x 1,3 4,0 0,8 2,5 290 427 29 134
Desktop
Core i7 980X 6×3,33 GHz+ 722 47,9x 22,4x 22,7 13,2 4,7 10,6 7590 7418 377 863
Core i7 870 4×2,93 GHz+ 774 50,1x 22,6x 18,4 12,6 4,4 9,6 4767 5347 335 695
Phenom II X6 1090T 6×3,2 GHz+ 745 44,2x 20,2x 18,5 12,0 4,1 7,2 4865 4254 314 631
Phenom II X4 965 4×3,4 GHz 780 41,2x 19,1x 14,1 11,4 3,8 6,8 3560 3433 226 532
Core i5 661 2×3.33 GHz+ 730 45,4x 21,6x 10,1 10,5 3,6 6,5 2552 3048 183 468
Athlon II X4 630 4×2,8 GHz 787 33,9x 15,7x 11,7 7,8 2,9 4,7 2935 2835 189 431
Getestet mit LUbench v2.1.1 unter Ubuntu 9.04 (64 Bit), größer = besser. (+) mit Turbo-Selbstübertaktung.

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Mit gerade mal 22 Watt im Leerlauf und 45 Watt unter voller CPU-Last erweist sich das Pavilion dv6 3051sg als erstaunlich stromsparend, insbesondere für ein Quadcore-Notebook. Er liegt damit unter dem Stromverbrauch eines HP Probook 4710s [3] odereines Acer Ferrari One [4]. Auch im Vergleich zum Vorgänger Turion schlägt sich der Mobile Phenom II X4 P920 gut: 30 Watt im Leerlauf maßen wir in einem Acer Aspire 7540G mit Turion II X2 Ultra 2,4 GHz, unter Last zog dieses 57 Watt.

Das spiegelt sich auch in der Akkulaufzeit wider: Sehr ordentliche 3,5 Stunden hält der Pavilion dv6 im Leerlauf durch, akzeptable 1,5 Stunden bei voller CPU-Last – und das, obwohl HP dem Gerät nur einen 55-Wh-Akku mit auf den Weg gibt. Selbst das Netbook Acer Ferrari One verfügt über einen 56-Wh-Akku, dem Mini 210 Netbook spendiert HP gar eine 58-Wh-Batterie. Die Akkus der von uns getesteten Intel-Quadcore-Notebooks ([5],[6]) hatten immer über 70 Wattstunden Kapazität und hielten damit deutlich kürzer durch (2,5 Stunden im Leerlauf, 1 Stunde mit 100 Prozent Last, sowohl bei Core 2 Quad wie auch Core i7). Die Intel-Quadcore-Schiffe hatten jedoch auch 18-Zoll-Bildschirme auszuleuchten.

Optional bietet HP übrigens einen größeren Akku mit 83 Wh für 150 Euro an (Typenbezeichnung MU09), der das Gerät hinten aufbockt. Die Wärmeentwicklung hält sich selbst unter Last in Grenzen, wobei die sonst (zumindest unter Ubuntu) recht ruhigen Lüfter dann schon deutlich hörbar werden.

Fazit

Ausstattungstechnisch gibt es am Pavilion dv6 3051sg kaum etwas zu bemängeln. Nur der Verzicht auf Bluetooth und die geringe Auflösung der Webcam verwundern angesichts der ansonsten sehr guten Hardwareausstattung. Momentan stören unter Linux noch die nicht nutzbare dedizierte Radeon-GPU sowie das falsch reagierende Trackpad. Treiberupdates in den kommenden Wochen sollten beides aus der Welt schaffen. Design und Ergonomie sind hervorragend, nur die Kunststoff-Unterschale schmälert den Eindruck etwas. Leistung und Akkulaufzeit fallen gut aus, und das trotz des äußerst günstigen Preises. Die Design-Inspiration durch Apples Macbook Pro lässt sich kaum verleugnen. 1000 Euro billiger als das Vorbild, bietet der HP Pavilion dv6 3051sg jedoch attraktive Features wie eSATA, Quadcore und eine OpenGL-4.0/DirectX-11-fähige GPU, die in der Apfel-Apotheke völlig fehlen.

Glossar

Clickpad

So bezeichnet man multitouchfähige Trackpads, die als ganzes klickbar sind und bei denen nur die Fingerposition den jeweiligen Klick definiert.

Infos

[1] Pavilion dv6 3051sg: http://tinyurl.com/pavilion-dv6-3051sg

[2] Lightscribe unter Linux: http://wiki.ubuntuusers.de/Lightscribe

[3] Test ProBook 4710s: Daniel Kottmair, “Business-Klasse”, LU 11/2009, S. 80, https://www.linux-community.de/artikel/19610

[4] Test Acer Ferrari One: Daniel Kottmair, “Roter Flitzer”, LU 02/2010, S. 75, https://www.linux-community.de/artikel/20346

[5] Test HP HDX X18-1110: Daniel Kottmair, “Kaventsmann”, LU 09/2009, S. 74, https://www.linux-community.de/artikel/19039

[6] Test Acer Aspire 8942G: Daniel Kottmair, “Vierradantrieb”, LU 08/2010, S. 84, https://www.linux-community.de/artikel/19039

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2 Kommentare
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Yannick
15 Jahre her

Hallo zusammen! Ich bin stolzer Besitzer des dv6-3011sg, der bis auf den Prozessor baugleich mit dem 3051 (mit i5-450M statt Quadquore), weshalb ich auch davon ausgehe, dass Problemlösungen übertragbar sind. Im Moment habe ich ein recht gravierendes: Beim Versuch Ubuntu über CD auf die Platte zu bringen (die Wubi-aus-Windows-Installation erlaubt keinen Ruhezustand), habe ich bemerkt, dass ich keine Chance habe, das BIOS zu erreichen. Im Auslieferungszustand bootet er sofort ins Quickweb, ist das deaktiviert sehe ich eine HP-Logo und kann über Esc auswählen, welches System ich starten will. Problem: Ich kann weder über CD booten, noch über USB. Da die… Mehr »

Martin
15 Jahre her
Reply to  Yannick

Hi Yannick,

ich habe auch das dv6-3011sg; der Weg ins BIOS über rechtzeitiges Hämmern der Esc-Taste klappt bei mir problemlos. Sowohl mit dem ausgelieferten BIOS, als auch mit dem aktuellsten von der HP-Seite.

QuickWeb habe ich auch deaktiviert und ausgehend von der Windows 7 Systemsteuerung annähernd alles HP-spezifische (bis auf Treiber) gekickt; QuickWeb ist mir seither nicht mehr untergekommen.

Schöne Grüße
Martin

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