Als Geschenk der Open-SLX GmbH verteilte die LinuxCommunity zehn Box-Versionen von OpenSuse 11.4 an Tester. Hier der dritte Benutzerbericht.
Zu erst einmal: Wow, eine angenehme Überraschung, unter den Gewinnern zu sein, zumal das Paket schon am Tag der Bekanntgabe im Briefkasten lag. Allerdings sind 2 Wochen etwas zu kurz, um einen umfassenden Überblick über die neuen Funktionen zu bekommen und einen Bericht dazu verfassen zu können und ich hoffe, dass das Folgende ausreicht.
Installation
Am Installationsprozess hat es im Vergleich zu openSUSE 11.2 und 11.3 keine größeren Änderungen gegeben, allerdings gibt es ein paar Dinge, die man beim Einrichten eines Multiboot-Systems beachten sollte. Und zwar ist standardmäßig die Option Generischen Bootcode in den MBR schreiben aktiviert, was bei Parallelinstallation mit Windows oder einer anderen Linux-Distribution zu Problemen führen kann und deshalb deaktiviert werden sollte.
Hier der Schritt, an dem man die Standartvorgaben für den Bootloader etwas abändern sollte:
Während der Installation kann man die Installationsdetails oder eine Diashow der neuesten Features ansehen. Alternativ kann man die Release-Notes der aktuellen Version durchlesen.
Der Desktop
Nach einem Neustart findet die automatische Hardwarekonfiguration statt. Wenn auch dieser Schritt abgeschlossen ist, landet man auf der jeweiligen gewählten Desktop-Oberfläche.
Da openSUSE aus lizenzrechtlichen Gründen keine properitären Codecs wie mp3 oder Flash mitliefert, müssen sie mithilfe der YaST-Softwareverwaltung nachinstalliert werden.
Zuerst muss man dazu mit dem Modul Software-Repositories über Hinzufügen | Community / Gemeinschafts-Repositories das Packman-Repository einbinden. Wenn man eine ATI oder Nvidia Grafikkarte besitzt und den zugehörigen properitären Treiber installieren will, kann man gleich noch das jeweilige Repositorie hinzufügen. Wenn man nun die Online-Aktualisierung aufruft, werden die benötigten Codecs automatisch eingespielt. Um Schriftarten wie Arial zu nutzen, muss man noch das Paket fetchmsttfonts installieren.
Eine weitere Einstellung, die man vornehmen sollte, ist das automatische Leeren des /tmp Ordners, wozu man im YaST /etc/sysconfig-Editor unter System | Cron den Punkt Clear Tmp Dirs at Bootup auf yes setzt. Wenn man einen properitären Grafiktreiber installiert hat, muss man hier ebenfalls etwas Hand anlegen, und zwar muss unter System | Kernel der Punkt No KMS in initrd auf yes gesetzt werden, um nach einem Neustart nicht vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen.
openSUSE 11.4 setzt als erste große Linux- Distribution auf LibreOffice anstelle von OpenOffice. Wenn man LXDE als Desktop nutzt, muss man es jedoch manuell nachinstallieren, da hier standardmäßig Abiword installiert wird.
Als Alternative zum KNetworkManager kann man das Netzwerkmanager-Plasmoid installieren, das einige neue Funktionen gegenüber KNetworkManager bringt, z.B. kann man sich zu jeder Schnittstelle Verbindungsdetails und den Netzwerkverkehr als Diagramm anzeigen lassen.
Im Gegensatz zum Windows-Aero Schnickschnack, der zum größten Teil nur aus Toll, Windows kann jetzt Fenster automatisch nebeneinander anordnen besteht, tragen einige KDE-Arbeitsflächeneffekte, wie die Fensterübersicht, wirklich zum Behalten des Überblicks bei. Aber auch andere Desktopoberflächen ohne Effekte, wie LXDE, sind meiner Meinung nach noch immer übersichtlicher als Windows.
Neben LibreOffice bringt openSUSE 11.4 auch den taufrischen Firefox 4, der ebenfalls einiges an neuen Funktionen, wie das Gruppieren von Tabs oder Lesezeichen- Synchronisation enthält, mit.
Fazit
Insgesamt macht diese Version von openSUSE – wie auch ihre Vorgänger – auf mich einen sehr guten Eindruck und bringt viel Spaß bei der Arbeit. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir, dass einige Fehler behoben wurden, wodurch jetzt unter anderem die Suspend to Disk -Funktion zuverlässig nutzbar ist und mein UMTS-Stick ohne weitere Konfigurationen sofort erkannt wird. Vielen Dank für die Möglichkeit, als einer der Ersten die Boxversion der neuen openSUSE testen zu dürfen. Ich hoffe, dass sich auch in Zukunft genügend Entwickler mit Spaß an der Arbeit finden werden, um solche tollen Linux-Distributionen auf die Beine zu stellen.




























Ich habe nicht die Box-Version, sondern die Download- Variante.
networkmanager funktionierte nicht mit umts und lief dann nach erheblichem aufwand nur unzufriedenstellend,
policykit buggy oder megaschlecht vorkonfiguriert,
Energieverwaltung absolut buggy auf Netbook
beim Desktoprechner geht für kurze Zeit der Bildschirm aus…
etc.
etc.
etc
habe mich jetzt gegen openSUSE entschieden