Wenn in der nahen Zukunft die Zombie-Apokalypse droht, fährt man am besten mit seinem Haus durch die Prärie und kämpft mit anderen Häusern um wertvolle Möbel. Zumindest in einem witzigen kleinen Rollenspiel von Alhainen Rappiosaasta Entertainment.
Im Spiel Home Beat Home wird man stolzer Eigentümer eines dreistöckigen Hauses auf Rädern. In ihm befinden sich bereits so illustre Gegenstände wie ein Bett, ein Regal oder ein fescher Wandschmuck in Form eines Plastikfisches. Das Haus dient dabei nicht nur als Wohnung, Dank seines motorisierten Antriebs versucht man mit ihm auch vor den herannahenden Zombies zu flüchten. Das wäre eigentlich recht simpel, wären da nicht die vielen anderen Hausbesitzer.

Während auf der Karte von links die Zombies heranströmen, kann man zu allen rot umrandeten Punkten reisen.
Einrichtungshaus
Auf einer Landkarte wählt man zunächst eine von mehreren möglichen Landmarken, woraufhin das Haus dorthin lostuckert. Am Ziel angekommen, wartet stets ein mehr oder weniger nettes Ereignis. Im einfachsten Fall findet man weitere Einrichtungsgegenstände oder einen Schreiner, der noch eine weitere Etage anbaut. Gefundene Möbel lassen sich in einem Inventar am unteren Bildschirmrand zwischenlagern oder direkt in einem Zimmer aufstellen. Letztere verfügen jedoch immer nur über vier Stellplätze.

Mangels Einrichtungsgegenstände sind die oberen beiden Etagen des linken Hauses relativ ungeschützt gegen Angriffe.
Trifft man am Zielort auf einen anderen fahrenden Hausbesitzer, eröffnet der meist direkt das Feuer. An dieser Stelle hilft dann die zuvor eingesammelte Möblierung: Der Fisch und einige weitere Einrichtungsgegenstände können zurückschießen, Betten einige gegnerische Treffer abwehren. Jedes Möbelstück hat dabei seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Gleichzeitig spielt es eine wichtige Rolle, in welcher Etage man das Regal, den Korb und den Hammer platziert.
Kostenlose Abrissbirne
Jede Etage verfügt über eine endliche Lebensenergie. Ist sie nach zu vielen erfolgreichen Treffern aufgebraucht, kracht die Etage ein und vernichtet alle in ihr befindlichen Gegenstände. Fährt man nur noch mit dem Dach durch die Gegend, ist das Spiel unweigerlich beendet. Die Kämpfe laufen automatisch ab, nach ein paar Sekunden kann man lediglich aktiv flüchten.

Immer wieder erhält man die Wahl zwischen verschiedenen Aktionen. Sollte man hier den zwielichtigen Typen am Haus arbeiten lassen?
Home Beat Home entstand im Rahmen des Global Game Jam 2019 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer ein Spiel zum Thema „What Home Means To You“ entwickeln. Nach dem Ende des Wettbewerbs überarbeitete Alhainen Rappiosaasta Entertainment seinen Beitrag noch einmal. Das Ergebnis steht kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1].
Fazit
Home Beat Home nimmt die Schwämme der Zombie-Survival-Spiele gehörig auf die Schippe. Die Idee von duellierenden Häusern ist nicht nur aberwitzig, sie macht tatsächlich auch Spaß. Dies setzt allerdings voraus, dass man sich in die teilweise komplexen Eigenschaften der durchgeknallten Gegenstände einarbeitet. Viele Ereignisse hängen zudem massiv vom Zufall ab, mit jeder neu erkundeten Region steigt der Schwierigkeitsgrad. Home Beat Home kann daher zwar nicht langfristig motivieren, für eine kleine Runde zwischendurch ist das Rollenspiel aber genau richtig.
| Bezugsquelle: | https://arkisto.itch.io/home-beat-home |
| Entwickler: | Alhainen Rappiosaasta Entertainment |
| Lizenz: | Eigene (Closed Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://arkisto.itch.io/home-beat-home
- [2] Global Game Jam 2019: https://globalgamejam.org/news/theme-global-game-jam-2019-%E2%80%A6







