Kurztest: Eine Handvoll USB-Gadgets

Kurztest: Eine Handvoll USB-Gadgets

© buzzybee,sxc.hu

Geek-Spielzeuge

Ein Raumschiff von Star Trek, ein Tassenwärmer ein Staubsauger, ein Panzer mit Raketenwerfer und eine magische Lampe haben einen gemeinsamen Nenner: USB. Wir haben uns die Geräte kurz angeschaut.

Das Sprichwort “Es gibt nichts, was es nicht gibt” gilt inzwischen auch für USB-Geräte. Vom leuchtenden Weihnachtsbaum über tanzende Blumen bis hin zum ultimativen Schaumstoffraketenwerfer: es gibt inzwischen alles als USB-Gadgets. Wir haben uns ein paar Geräte angeschaut, die uns die Firma Getdigital [1] freundlicherweise als Leihstellung zur Verfügung gestellt hat.

Warmer Kaffee

Ein USB-Tassenwärmer gehört eigentlich auf jeden Admin-Schreibtisch. Bei diesem Modell gilt das nicht nur, weil es den Kaffee – je nach benutzter Tasse – mehr oder weniger warm hält, sondern weil es vier USB-Anschlüsse mitbringt und somit einen USB-Hub ersetzt. Handy, MP3-Player, externe Festplatte und und lassen sich daran anschließen. Der von uns getestete Tassenwärmer [2] bringt zudem zwei LED-Anzeigen mit, die wahlweise die Raumtemperatur oder die Temperatur der Wärmfläche (rechte Seite) beziehungsweise die Uhrzeit oder einen Alarm anzeigen (linke Anzeige).

Abbildung 1: Der USB-Tassenwärmer zeigt die Temperatur der Wärmfläche an (rechts).

Abbildung 1: Der USB-Tassenwärmer zeigt die Temperatur der Wärmfläche an (rechts).

Wie warm der Kaffee oder der Tee tatsächlich bleibt, hängt stark von der benutzen Tasse ab. Bei Tassen mit einem eher dicken Rand ist die Wirkung leider sehr schwach, wer auf dünnwandiges Porzellan steht, bekommt immerhin ein angenehm temperiertes Getränk. Einen Kaffee wirklich heiß zu halten, vermag die Hardware hingegen nicht. Sehr praktisch: im Unterschied zu andern Tassenwärmern zeigt das Testgerät mit zwei roten Leuchten an, wenn die Heizfläche in Betrieb ist.

Webcam-Star

Klarer Favorit in der Redaktion unter den Gadgets war die USS Enterprise NCC 1701 [3], beziehungsweise eine stark verkleinerte Form davon, aus der wir zunächst außer den zwei leuchtenden roten Lämpchen nicht wirklich schlau wurden. Ein Blick in die Log-Dateien zeigte dann allerdings schnell, dass es sich beim Raumschiff um eine 0,3-Megapixel-Webcam handelt.

Abbildung 2: Die Enterprise schwebt über dem Monitor.

Abbildung 2: Die Enterprise schwebt über dem Monitor.

Abbildung 3: Die eigentliche Webcam ist gut versteckt im unteren Teil des Raumschiffs.

Abbildung 3: Die eigentliche Webcam ist gut versteckt im unteren Teil des Raumschiffs.

Die Webcam funktioniert mit den Uvcvideo-Treibern, benötigt somit keinerlei spezielle Treiber. Die Bildqualität ist für die Auflösung von 640 x 480 Pixeln gut, auch bei relativ schlechter Beleuchtung. Der Schwanenhals ist relativ stabil, zur besseren Befestigung befindet sich aber auch eine Klebemöglichkeit an der Stütze.

Viel Lärm um nichts…

Nicht zu überzeugen vermochte im Praxistest der USB-Staubsauger [4]. Er verfügt neben zwei Saugstärken und zwei eigentlich praktischen Aufsätzen für große und kleine Tastaturen auch über eine integrierte Lampe. Allerdings lässt die Saugkraft bei größeren Bröseln zu Wünschen übrig, auch Haare machen dem Teil zu schaffen. Zudem saugt das Gerät nur im relativ lauten Turbo-Modus wirklich, aber das ist man sich ja von Staubsaugern her gewohnt. Eine – zugegebenermaßen recht schmutzige – Testtastatur effektiv zu reinigen, gelang uns in den Tests nicht, Rückstände unter der noch relativ neuen Notebook-Tastatur saugte das USB-Teil hingegen weg.

Abbildung 4: Eignet sich nur beschränkt zur gründlichen Reinigung einer Tastatur.

Abbildung 4: Eignet sich nur beschränkt zur gründlichen Reinigung einer Tastatur.

Wer seine Tastatur oder das Notebook von Krumen und anderen Rückständen befreien möchte, greift deshalb besser gleich zu einem konventionellen Sauger mit einem passenden Aufsatz. Dadurch erreichen Sie deutlich bessere Ergebnisse, ganz zu schweigen davon, dass Sie den Mini-Staubbeutel dann nicht alle zwei Minuten leeren müssen.

Kein Linux-Support

Leider nicht zur Mitarbeit unter Linux überreden konnten wir den auf Raupen fahrenden und fernsteuerbaren USB-Raketenwerfer [5]. Gettigital hat uns hier aber bereits Nachschub zum Testen versprochen, sodass wir hoffentlich bald auch über Geräte mit Linux-Support berichten können.

Abbildung 5: Leider unter Linux zurzeit nicht einsatzbereit: der fernsteuerbare USB-Raketenwerfer.

Abbildung 5: Leider unter Linux zurzeit nicht einsatzbereit: der fernsteuerbare USB-Raketenwerfer.

Ebenfalls nicht zur Mitarbeit unter Linux überreden ließ sich das USB Think Light [6]. Es leuchtet umso heller, je schneller man tippt. Linux erkennt die Lampe als USB-Eingabegerät:

usb 3-1: New USB device found, idVendor=1130, idProduct=02usb 3-1: New USB device strings: Mfr=0, Product=2, SerialNumber=0
usb 3-1: Product: Tenx USBOUTDEVICE DEMO
input: Tenx USBOUTDEVICE DEMO as /devices/pci0000:00/0000:00:1d.1/usb3/3-1/3-1:1.0/input/input25
generic-usb 0003:1130:0202.0015: input,hidraw0: USB HID v1.10 Device [Tenx USBOUTDEVICE DEMO ] on usb-0000:00:1d.1-1/input0
input: Tenx USBOUTDEVICE DEMO as /devices/pci0000:00/0000:00:1d.1/usb3/3-1/3-1:1.1/input/input26
generic-usb 0003:1130:0202.0016: input,hidraw1: USB HID v1.10 Device [Tenx USBOUTDEVICE DEMO ] on usb-0000:00:1d.1-1/input1

Einfache Versuche über Ausgabeumleitung die Eingabe der Tastatur an die Lampe zu senden, funktionierten aber ebensowenig wie die Nutzung der Software unter wine (die Installation gelang mit einigen Tricks auch das Applet meldete sich im Panel).

Abbildung 6: Das Denklicht wollte unter Linux keinen Funken zünden.

Abbildung 6: Das Denklicht wollte unter Linux keinen Funken zünden.

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